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Aktuelles

Zukunft für Feneberg: Investoren legen Übernahmekonzept vor

today8. Juli 2026 2

Hintergrund
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Für die insolvente Feneberg Lebensmittel GmbH zeichnet sich eine Zukunftslösung ab. Die REWE Group und die LEH Allgäu GmbH haben ein gemeinsames Konzept zur Fortführung des Unternehmens vorgestellt. Dieses soll den Gläubigern im Rahmen eines Insolvenzplans zur Abstimmung vorgelegt werden.

Log an der Feneberg-Filiale in der Salzstraße in Kempten / Foto: Thomas Häuslinger

Nach den vorliegenden Plänen soll die REWE Group rund die Hälfte der insgesamt 72 Feneberg-Filialen sowie die Landbäckerei Sinz in Durach übernehmen. Die übrigen Märkte sowie die Unternehmenszentrale in Kempten sollen künftig von der neu gegründeten LEH Allgäu GmbH geführt werden. Das Unternehmen soll eigenständig und unabhängig von der REWE Group agieren und die Marke „Feneberg“ sowie das Regionalprogramm „VonHier®“ fortführen.

Nach Angaben der Beteiligten sollen sämtliche Märkte erhalten bleiben. Auch die Tankstellen sollen weiterbetrieben werden. Der Betrieb soll künftig von einem Mineralölunternehmen übernommen werden, das in einem separaten Bieterverfahren ausgewählt wird.

Darüber hinaus ist vorgesehen, die für den Betrieb der Filialen notwendige Verwaltung sowie die Logistik am Standort Kempten zu übernehmen. Nach Angaben der Verantwortlichen soll damit die überwiegende Zahl der Arbeitsplätze in der Zentrale erhalten bleiben. Für die Beschäftigten der künftig von der REWE Group betriebenen Märkte sollen die bestehenden Arbeitsverträge unverändert fortgelten.

Die bisherige Feneberg-Geschäftsführerin Amelie Feneberg soll künftig Teil der Geschäftsführung der LEH Allgäu GmbH werden und die Entwicklung der Marke Feneberg weiterhin begleiten.

Alexander Pade, geschäftsführender Gesellschafter der LEH Allgäu GmbH, bezeichnete die Investorenvereinbarung als wichtigen Schritt für die Zukunft der Standorte. Ziel sei es, die regionale Nahversorgung zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern und eine langfristige Perspektive für das Unternehmen zu schaffen.

Auch REWE-Vorstand Peter Maly sieht in der Vereinbarung eine Grundlage für eine langfristige Lösung. Die geplante Übernahme solle die Nahversorgung in der Region sichern und den betroffenen Standorten neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen.

Nach Einschätzung von Jochen Sedlitz, Generalbevollmächtigter und Partner bei GRUB BRUGGER, ist die Sicherung der Arbeitsplätze die wichtigste Nachricht für die Beschäftigten. Alle Märkte sollen erhalten bleiben, ebenso der Großteil der Arbeitsplätze in der Kemptener Zentrale.

Sanierungsgeschäftsführer Stephan Leibold betonte, nun gehe es darum, den Geschäftsbetrieb in den Filialen stabil zu halten und den Übergang so zu gestalten, dass Kundinnen und Kunden weiterhin zuverlässig versorgt werden und die Mitarbeitenden Planungssicherheit erhalten.

Bevor die Lösung umgesetzt werden kann, muss ein Insolvenzplan beim Amtsgericht Kempten eingereicht und geprüft werden. Anschließend muss eine Gläubigerversammlung dem Plan zustimmen. Zudem steht die kartellrechtliche Prüfung durch das Bundeskartellamt noch aus.

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Geschrieben von: Redaktion

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