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Aktuelles

Schweiz plant neue Transitgebühr: Italien-Urlaub über Alternativroute könnte deutlich teurer werden

today27. Mai 2026

Hintergrund
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Die Schweiz plant eine zusätzliche Transitgebühr für Autofahrer, die das Land auf dem Weg nach Italien nur durchqueren. Neben der bestehenden Vignette könnten pro Fahrt rund 21 Franken extra anfallen. Ziel ist es, den starken Transitverkehr über die Alpen zu reduzieren und Staus zu entlasten. Die Umsetzung ist politisch beschlossen, ein Starttermin steht jedoch noch nicht fest.

Münzgeld / Foto: Pixabay

Für Autofahrer auf dem Weg nach Italien könnte die Fahrt durch die Schweiz künftig deutlich teurer werden. Wie mehrere Medien berichten, wird im Schweizer Parlament über eine zusätzliche Transitgebühr für reine Durchfahrten diskutiert. Betroffen wären vor allem Urlauber aus Deutschland, die die Schweiz als Alternative zur Brennerroute nutzen.

Die geplante Abgabe würde zusätzlich zur bestehenden Autobahnvignette fällig werden. Ziel ist es laut Befürwortern, den Transitverkehr über die Alpen besser zu steuern und Staus auf stark belasteten Routen wie dem Gotthard zu reduzieren.

Zusätzliche Kosten pro Durchfahrt im Gespräch

Nach Angaben des ADAC wird eine Gebühr von rund 21 Schweizer Franken pro Durchfahrt diskutiert. In Kombination mit der derzeitigen Vignette von 40 Franken könnten sich die Gesamtkosten für Hin- und Rückfahrt auf fast 90 Euro summieren.

Die Transitgebühr soll nur für Fahrzeuge gelten, die die Schweiz ohne längeren Aufenthalt lediglich durchqueren. Die Kontrolle könnte künftig automatisiert über Kennzeichenerfassung an den Grenzen erfolgen. Auch ein dynamisches Preismodell je nach Verkehrsaufkommen wird laut Berichten geprüft.

Politische Beschlüsse, aber keine Umsetzung

Der Schweizer Nationalrat hat der Einführung der Transitgebühr zwar grundsätzlich zugestimmt, eine konkrete Umsetzung steht jedoch noch aus. Der Bundesrat soll nun ein entsprechendes Konzept erarbeiten. Verkehrsminister Albert Rösti verweist dabei auf technische und rechtliche Herausforderungen.

Auch innerhalb der Regierung gibt es demnach weiterhin Diskussionen über mögliche Auswirkungen auf Regionen wie das Tessin sowie auf Tourismus und lokalen Verkehr.

Ziel: weniger Stau auf den Alpenrouten

Hintergrund der Pläne ist das hohe Verkehrsaufkommen auf den Nord-Süd-Achsen durch die Alpen. Laut Angaben des ADAC entfällt rund ein Drittel des Verkehrs auf reine Transitfahrten. Mit der neuen Gebühr soll der Verkehr besser verteilt und Staus insbesondere an stark frequentierten Tagen reduziert werden.

Ein Starttermin für die mögliche Einführung steht bislang nicht fest. Experten gehen davon aus, dass eine Umsetzung frühestens in einigen Jahren erfolgen könnte.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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