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Aktuelles

Japankäfer im Raum Lindau: Abgrenzungserhebung soll Ausmaß des Befalls klären

today16. Juli 2026

Hintergrund
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Nach mehreren Nachweisen des Japankäfers östlich von Lindau hat die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) eine sogenannte Abgrenzungserhebung gestartet. Ziel ist es herauszufinden, wie weit sich der Schädling in der Region bereits ausgebreitet hat und welche weiteren Maßnahmen notwendig sind.

Seit Beginn der Flugzeit des Japankäfers Ende Juni wurden östlich von Lindau 33 Käfer nachgewiesen (Foto: LfL).

Seit Beginn der Flugzeit Ende Juni wurden östlich von Lindau insgesamt 33 Japankäfer entdeckt – darunter 27 männliche und sechs weibliche Tiere. Die LfL hat deshalb die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg und Kempten mit der Untersuchung beauftragt.

Dafür wird das bisherige Überwachungsprogramm ausgeweitet. Zusätzliche Pheromonfallen und Kontrollen an möglichen Wirtspflanzen sollen zeigen, ob und in welchem Umfang sich der Käfer bereits verbreitet hat. Der Japankäfer kann mehr als 400 Pflanzenarten befallen und dadurch erhebliche Schäden in Landwirtschaft und Gartenbau verursachen.

Die Ergebnisse der Erhebung bilden die Grundlage für die mögliche Ausweisung eines abgegrenzten Gebiets nach den europäischen Pflanzengesundheitsvorschriften. Dieses würde aus einer Befallszone und einer umliegenden Pufferzone bestehen. Dort könnten anschließend Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung angeordnet werden.

„Je früher wir erkennen, wie weit sich der Japankäfer ausgebreitet hat, desto besser können wir einer weiteren Ausbreitung entgegenwirken“, erklärt Dr. Dorothee Kaemmerer, Leiterin des Arbeitsbereichs Pflanzengesundheit und Quarantäne bei der LfL.

Die LfL bittet Grundstückseigentümer sowie landwirtschaftliche und gartenbauliche Betriebe im betroffenen Gebiet, die Arbeiten der Mitarbeitenden vor Ort zu unterstützen und ihnen gegebenenfalls Zugang zu Flächen zu ermöglichen.

Auch die Bevölkerung kann helfen: Wer einen verdächtigen Käfer entdeckt, sollte ihn möglichst einfangen, in einem Glas aufbewahren und ein Foto mit Fundortangabe an popillia@lfl.bayern.de senden. Die LfL prüft anschließend, ob es sich tatsächlich um einen Japankäfer handelt.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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