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Am Landgericht Kempten wird heute (29.10.2026) um 9 Uhr der Prozess gegen einen 49-Jährigen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung fortgesetzt. Zwei Frauen sollen nach Partynächten in einem Lindauer Club Erinnerungslücken gehabt haben. Zuletzt ging es um den möglichen Einfluss von K.-o.-Tropfen, einen eindeutigen Nachweis gibt es bislang nicht. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Ein Urteil steht noch aus.

Am Landgericht Kempten geht heute, Donnerstag, der Prozess gegen einen 49-Jährigen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung weiter. Ab 9 Uhr soll die Verhandlung fortgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen zwei Fälle, bei denen Frauen nach Partynächten in einem Lindauer Club mit Erinnerungslücken aufgewacht sein sollen.
Zuletzt waren am 15. Oktober weitere Zeugen und ein Sachverständiger gehört worden. Dabei ging es unter anderem um den auffälligen Zustand der beiden Frauen und den Verdacht, dass K.-o.-Tropfen eine Rolle gespielt haben könnten.
Besonders ausführlich wurde der Fall einer heute 34-jährigen Frau beleuchtet. Sie soll nach einer Partynacht im Mai 2021 Erinnerungslücken gehabt haben. Der Sachverständige erklärte, der abrupte Abbruch ihrer Erinnerung sei angesichts des geschilderten Konsums von Alkohol, Kokain und Cannabis ungewöhnlich. Auch der Wechsel von einem zunächst euphorischen zu einem stark sedierten Zustand könne mit der Wirkung von K.-o.-Tropfen vereinbar sein. Einen eindeutigen Nachweis dafür gibt es bislang jedoch nicht.
Auch eine zweite Frau soll nach einer Partynacht im Juni 2020 Erinnerungslücken gehabt haben. Zeugen berichteten zudem von internen Konflikten im Umfeld des Lindauer Clubs. Diese konnten die eigentlichen Tatvorwürfe bislang nicht abschließend klären.
Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Ein Urteil steht noch aus. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu gericht Kempten Prozess vergewaltigung Verhandlung