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Zum 1. September beginnt das neue Ausbildungsjahr. Im Allgäu starten dann mehr als 2.900 junge Menschen eine Berufsausbildung bei einem Unternehmen aus Produktion, Handel oder Dienstleistungen. Damit liegt die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverträge voraussichtlich rund drei Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Schwabenweit beginnen fast 6.900 junge Menschen eine Ausbildung. Das sind rund vier Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Angesichts der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage zeigt sich die IHK Schwaben dennoch zufrieden. Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen sei weiterhin hoch. Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten würden viele Betriebe gezielt in ihre zukünftigen Fachkräfte investieren.
Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart am 1. September können noch weitere Ausbildungsverträge zustande kommen. Im IHK-Ausbildungsatlas sind derzeit rund 1.700 freie Ausbildungsplätze in Bayerisch-Schwaben gelistet. Darunter befinden sich auch zahlreiche Stellen, die kurzfristig besetzt werden können. Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, haben deshalb weiterhin gute Chancen – insbesondere, wenn sie bei der Berufswahl und beim Ausbildungsort flexibel sind.
Bei den einzelnen Branchen zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Besonders stark entwickelt sich in diesem Jahr das Hotel- und Gaststättengewerbe. Dort wurden bislang fast 17 Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen. Grund dafür ist laut IHK vor allem der hohe Fachkräftebedarf in der Branche.
Rückgänge gibt es dagegen insbesondere in der Industrie. Die Zahl der neuen Verträge in gewerblich-technischen Berufen ist um 6,5 Prozent gesunken. Bei kaufmännischen Ausbildungsberufen in der Industrie beträgt das Minus sogar rund 16 Prozent. Im Verkehrs- und Transportgewerbe steigt die Zahl der neuen Ausbildungsverträge hingegen weiter. Stabil zeigt sich die Entwicklung bei Banken und Versicherungen sowie im Handel.
Auch der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz beeinflusst die Berufswahl. Praktische und anwendungsbezogene Fähigkeiten gewinnen laut IHK zunehmend an Bedeutung. Eine Ausbildung vermittelt neben theoretischem Wissen auch konkrete praktische Kompetenzen, die in vielen Unternehmen gefragt sind. Besonders Berufe mit persönlicher Dienstleistung und direktem Kundenkontakt gelten für viele Jugendliche deshalb als attraktive und zukunftssichere Möglichkeit.
Zu den Berufen mit den meisten neuen Ausbildungsverträgen gehören wie in den vergangenen Jahren Verkäuferinnen und Verkäufer, Industriemechanikerinnen und Industriemechaniker sowie Kaufleute im Einzelhandel.
Die IHK Schwaben setzt weiterhin auf eine frühzeitige Berufsorientierung. Mit dem IHK-Ausbildungsmobil und den Ausbildungsscouts werden Jugendliche direkt an Schulen über verschiedene Ausbildungsberufe und Karrierewege informiert. Auch Praktika, Firmenbesuche und Schulpartnerschaften sollen dabei helfen, Jugendliche und Unternehmen frühzeitig zusammenzubringen.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Arbeit Ausbildung Azubi