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Zum Start des neuen Ausbildungsjahres am 1. September hält der positive Trend im schwäbischen Handwerk an. Aktuell wurden 3.515 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 3.447 Verträgen entspricht das einem Plus von rund zwei Prozent.

Besonders stark fällt der Zuwachs im Allgäu aus. Hier stieg die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um rund fünfeinhalb Prozent. Auch in Nordschwaben gab es ein Plus von mehr als zwei Prozent. Im Wirtschaftsraum Augsburg hingegen ging die Zahl leicht um gut zwei Prozent zurück.
Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben, zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung. Die jungen Menschen würden wichtige Zukunftsaufgaben übernehmen – unter anderem bei der Energie- und Mobilitätswende, beim Wohnungsbau und bei der regionalen Lebensmittelversorgung. Gerade im Handwerk gehe es um sinnvolle und gesellschaftlich wichtige Tätigkeiten, bei denen Künstliche Intelligenz zwar unterstützen, die Menschen aber nicht ersetzen könne.
Trotz des Anstiegs sind weiterhin zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt. In der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer für Schwaben sind aktuell 619 freie Ausbildungsstellen für den Start in diesem Jahr gelistet. Im vergangenen Jahr waren es zum vergleichbaren Zeitpunkt noch knapp 1.000.
Besonders viele offene Stellen gibt es in der Elektrotechnik, im Bau- und Ausbaugewerbe, im Holzbereich, im Kfz-Handwerk, im Metallbereich sowie im Lebensmittelfachverkauf. Die tatsächliche Zahl der freien Ausbildungsplätze dürfte allerdings noch höher liegen, da nicht alle Betriebe ihre Angebote in der Lehrstellenbörse einstellen.
Auch wer zum 1. September noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, kann noch einsteigen. Laut Handwerkskammer ist ein Ausbildungsbeginn auch im Oktober oder später im Jahr problemlos möglich. Betriebe seien weiterhin auf der Suche nach motivierten Nachwuchskräften.
Auch langfristig bietet das Handwerk zahlreiche Möglichkeiten. Nach der Ausbildung können sich Fachkräfte beispielsweise zur Meisterin oder zum Meister weiterbilden oder später einen eigenen Betrieb gründen beziehungsweise übernehmen.
Weitere Informationen und freie Ausbildungsstellen gibt es in der Lehrstellenbörse der HWK Schwaben sowie auf der Ausbildungsseite der Handwerkskammer für Schwaben.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Ausbildung handwerk ihkschwaben