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Die anhaltende Trockenheit sorgt im gesamten Allgäu für extrem niedrige Wasserstände. In Wangen mussten deshalb drei Wasserkraftwerke wochenlang abgeschaltet werden – mit Einnahmeausfällen in sechsstelliger Höhe. Nach den jüngsten Regenfällen sollen sie nun wieder vorsichtig in Betrieb gehen.

Im gesamten Allgäu führen viele Flüsse derzeit extrem wenig Wasser – manche sind teilweise sogar komplett trocken, wie die Gennach bei Buchloe. Dort kann man stellenweise sogar im Flussbett spazieren. Auch die Obere Argen bei Wangen ist vom trockenen Hitzesommer stark betroffen.
Seit rund zwei Monaten liegt der Wasserstand am Pegel Epplings fast durchgehend unter dem Wert für den niedrigsten Wasserstand. Teilweise fließen dort nur rund 700 Liter Wasser pro Sekunde. Für die drei größeren Wasserkraftwerke der Wangener Stadtwerke reicht das nicht aus – benötigt werden mindestens 800 Liter pro Sekunde. Deshalb waren die Anlagen seit Mitte beziehungsweise Ende Juni fast durchgehend abgeschaltet.
Das hat auch finanzielle Folgen für die Stadt: Durch die fehlende Stromproduktion fehlen Einnahmen in sechsstelliger Höhe. Stadtwerke-Chef Urs Geuppert spricht gegenüber der Schwäbischen Zeitung von einem schlechten Jahr für die Wasserkraft – auch 2025 sei bereits schwierig gewesen.
Nach dem Regen zu Beginn dieser Woche sollen die Kraftwerke jetzt wieder ans Netz gehen. Allerdings zunächst vorsichtig und mit Blick auf die weitere Entwicklung der Wasserstände.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Flüsse Trockenheit Wangen