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Eine internationale klinische Studie zur interventionellen Behandlung der Lungenembolie ist jetzt im weltweit renommierten Fachjournal „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht worden – mit Beteiligung des Herz- und Gefäßzentrums des Klinikverbundes Allgäu am Standort Klinik Immenstadt.

Die Lungenembolie zählt nach Herzinfarkt und Schlaganfall zu den häufigsten kardiovaskulären Todesursachen. Ausgelöst wird sie durch Blutgerinnsel, die meist aus den Beinvenen in die Lunge wandern und dort Gefäße verschließen. Oft wird die Erkrankung zu spät erkannt, was die Behandlung erschwert.
Bisher bestand die Therapie vor allem aus einer Blutverdünnung oder – bei schweren Verläufen – einer medikamentösen Lysebehandlung, die jedoch nicht immer ausreichend wirksam ist und zudem ein erhöhtes Blutungsrisiko birgt.
Die nun veröffentlichte Studie zeigt erstmals, dass ein kathetergestütztes Verfahren bei schweren Lungenembolien der bisherigen Standardtherapie überlegen sein kann. Dieses Verfahren, die sogenannte lokale ultraschallassistierte Thrombolyse, ist in der Klinik Immenstadt sowie im Klinikum Kempten bereits seit 2014 im Einsatz. Für besonders schwere Fälle wird zudem seit 2021 die sogenannte Large-bore-Thrombektomie angewendet.
Die weiteren Studienergebnisse zu diesem Verfahren werden Anfang des kommenden Jahres erwartet. Die Behandlungsqualität wird fortlaufend über das PERT-Register der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie überwacht.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu klinikverbund Studie wirtschaft