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Trotz guter Ausbildung und hoher Motivation haben es viele junge Akademiker im Allgäu derzeit schwer, eine passende Arbeitsstelle zu finden.

Offene Stellen sind in mehreren Branchen stark umkämpft, insbesondere Berufseinsteiger berichten von langen Bewerbungsphasen und zahlreichen Absagen. Das führt bei vielen Betroffenen zu Unsicherheit und wachsendem Druck.
Auch regional zeigt sich dieser Trend deutlich: Während Unternehmen weiterhin von Fachkräftemangel sprechen, gibt es für Hochschulabsolventen zuletzt weniger geeignete Einstiegsstellen. Besonders betroffen sind junge Menschen unter 30 Jahren – teilweise auch solche mit abgeschlossener Berufsausbildung. Die Zahl arbeitsloser Akademiker ist bundesweit auf einem neuen Höchststand, und auch im Allgäu macht sich diese Entwicklung bemerkbar.
Nach Angaben der Arbeitsagentur Kempten-Memmingen liegt die Ursache nicht an mangelnder Qualifikation oder fehlender Bereitschaft zu arbeiten. Vielmehr fehle es derzeit an passenden Stellenangeboten, vor allem in wirtschaftsnahen Bereichen. Viele Betriebe seien zurückhaltender bei Neueinstellungen oder suchten gezielt erfahrene Fachkräfte, statt Berufsanfängern eine Chance zu geben.
Für die Betroffenen bedeutet das oft monatelange Jobsuche trotz guter Abschlüsse und zusätzlicher Praxiserfahrung. Fachleute raten jungen Akademikern, flexibel bei Branche und Einsatzort zu bleiben und sich frühzeitig beruflich zu orientieren. Gleichzeitig wird betont, dass sich der Arbeitsmarkt auch im Allgäu wieder entspannen könne, sobald sich die wirtschaftliche Lage stabilisiert.
Die Entwicklung zeigt: Der Einstieg ins Berufsleben ist für viele junge Studierte derzeit schwieriger als noch vor einigen Jahren – auch in einer Region wie dem Allgäu, die lange als stabiler Arbeitsmarkt galt.
Geschrieben von: Leon Dauter
akademiker Allgäu Arbeit Studenten