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Für Bahnreisende zwischen Friedrichshafen und Lindau gibt es ab dem 10. August eine spürbare Erleichterung. Wie der Verkehrsverbund bodo mitteilt, fahren die Züge künftig wieder bis Enzisweiler. Dadurch verkürzt sich der Schienenersatzverkehr nach Lindau-Reutin deutlich.

Bislang endeten die Züge aufgrund von Bauarbeiten bereits in Kressbronn. Nachdem die Deutsche Bahn die Streckensperrung kurzfristig bis zum 4. Oktober verlängert hatte, intervenierten das Land Baden-Württemberg, der Freistaat Bayern und der Verkehrsverbund bodo. Hintergrund: Die Baustelle befindet sich in Lindau-Aeschach, sodass ein Zugbetrieb bis Enzisweiler weiterhin möglich ist.
Ab dem 10. August verkehren die Züge wieder von Friedrichshafen über Eriskirch, Langenargen, Kressbronn, Nonnenhorn und Wasserburg bis nach Enzisweiler. Der Abschnitt zwischen Enzisweiler und Lindau bleibt wegen der Bauarbeiten weiterhin gesperrt. Dort übernehmen Ersatzbusse die Verbindung bis Lindau-Reutin. Aus organisatorischen Gründen starten die Busse bereits in Wasserburg, ein Umstieg ist aber auch in Enzisweiler möglich.
Die neuen Fahrpläne für den Schienenersatzverkehr sollen in Kürze veröffentlicht werden. Zusätzlich entlastet während der baden-württembergischen Sommerferien die Buslinie 200 die Strecke zwischen Friedrichshafen und Lindau. Sie verkehrt täglich im Stundentakt und bindet auch die Lindauer Insel direkt an.
Kritik kommt unterdessen vom Verkehrsverbund bodo. Geschäftsführer Bernd Hasenfratz begrüßt zwar die frühere Wiederaufnahme des Zugverkehrs bis Enzisweiler, kritisiert jedoch die lange Sperrung bis Oktober und die kurzfristige Verlängerung der Bauarbeiten. Das schade dem Nahverkehr, der Region und insbesondere den Fahrgästen. Er fordert von der Deutschen Bahn künftig eine verlässlichere Planung und qualitativ bessere Ersatzverkehre.
Geschrieben von: Leon Dauter