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Hochschule Kempten koordiniert neue Forschungsinitiative für die Pflege

today7. Juli 2026

Hintergrund
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Die Hochschule Kempten übernimmt künftig eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung der digitalen Pflege in Bayern. Mit der neuen Bayerischen Forschungsinitiative Pflegetechnik (FiPtec) koordiniert sie ein landesweites Netzwerk für Forschung und Wissenstransfer in der professionellen Pflege. Den offiziellen Startschuss gab Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach am Montag im Theater Kempten.

Eröffnung Bayerische Forschungsinitiative Pflegetechnik (FiPtec). V. r. n. l.: Prof. Dr. Mario R. Jokisch, Wissenschaftlicher Leiter des BZPD, Joachim Konrad, MdL, Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Prof. Dr. Wolfgang Hauke, Präsident der Hochschule Kempten, Klaus Holetschek, MdL und CSU-Fraktionsvorsitzender, Dr. Florian Fischer, Abteilungsleitung „Versorgung und Teilhabe“ am BZPD; Bildnachweis: Hochschule Kempten/BZPD

Die zentrale Geschäftsstelle der Initiative ist am Bayerischen Zentrum Pflege Digital (BZPD) der Hochschule Kempten angesiedelt. Dort werden künftig Hochschulen, Universitäten und Einrichtungen der Pflegepraxis aus ganz Bayern miteinander vernetzt. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in den Pflegealltag zu übertragen und digitale Innovationen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert FiPtec mit rund 4,5 Millionen Euro. Die Initiative ist Teil der sogenannten HighCare Agenda, mit der der Freistaat die Pflege zukunftsfähig gestalten möchte.

„Mit der Ansiedlung der Forschungsinitiative übernimmt die Hochschule Kempten eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der digitalen Pflege in Bayern“, betonte Hochschulpräsident Prof. Dr. Wolfgang Hauke. Die Initiative biete die Chance, Forschungsergebnisse gemeinsam mit Partnern schneller in die Praxis zu bringen.

Auch Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach sieht in FiPtec einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Pflege. Im Mittelpunkt stehe die Frage, welche digitalen Technologien den Pflegealltag tatsächlich verbessern und sowohl Pflegekräfte als auch Pflegebedürftige entlasten können. Nur Lösungen mit echtem Mehrwert hätten langfristig Erfolg.

Neben der wissenschaftlichen Zusammenarbeit setzt FiPtec auf einen engen Austausch mit Pflegeeinrichtungen in Bayern. So sollen deren Erfahrungen und Bedarfe direkt in die Forschung einfließen. Außerdem ist eine Fortbildungsoffensive geplant, mit der Pflegekräfte gezielt auf Digitalisierungsprozesse vorbereitet werden sollen.

Zum Auftakt der Initiative diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Pflegepraxis in Kempten über den aktuellen Stand der Digitalisierung und darüber, wie innovative Technologien künftig schneller in der pflegerischen Versorgung eingesetzt werden können.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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