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Aktuelles

ZAK stellt Sammelcontainer für wiederverwendbares Vollholz auf

today18. September 2026

Hintergrund
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Der ZAK baut sein Pilotprojekt zur Wiederverwendung von Altholz aus. An sieben Wertstoffhöfen im Allgäu werden künftig Sammelcontainer für gut erhaltenes Vollholz aufgestellt, das anschließend für neue Bauprojekte genutzt werden soll. Erste Erfahrungen wurden beim Bau der neuen ZAK-Fassade in Kempten gesammelt.

von links: Tobias Boneberg (Schreinerei Boneberg), Andreas Breuer (ZAK Geschäftsführer), Christian Schoch (Oberbürgermeister Kempten & ZAK Aufsichtsrats- und Verbandsvorsitzender), Norbert Meggle (stellv. Landrat Oberallgäu)
Till Lill (Architekt 2upertecture), Steffen Kustermann (ZAK Projektverantwortlicher), Franz Moosbauer (Wertstoffhofleiter Kempten-Schumacherring)/ Foto: ZAK

Aus einem Pilotprojekt wird im Allgäu eine dauerhafte Lösung: Der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten, kurz ZAK, will hochwertiges Vollholz künftig gezielt vor der Entsorgung bewahren und für neue Bauprojekte nutzbar machen.

Dafür werden in den kommenden Wochen an sieben Wertstoffhöfen im Verbandsgebiet separate Sammelcontainer aufgestellt. Gesammelt wird dort Holz, das als Materialspende für eine spätere Nachnutzung geeignet ist. Die Container stehen künftig in Kempten am Heussring, am Schumacherring und in Unterwang sowie in Dietmannsried, Lindenberg, Immenstadt und Sonthofen.

Das Projekt geht auf einen Versuch am ZAK-Verwaltungsgebäude in Kempten zurück. Dort wurde die Fassade auf 126 Quadratmetern mit rund 1.700 Kilogramm gesammeltem Altholz verkleidet. Das Holz wäre normalerweise im Altholzcontainer gelandet. Die Erfahrungen zeigen laut ZAK, dass sich ein Teil des Materials für eine erneute Verwendung im Bauwesen eignet.

Bei einer Analyse am Wertstoffhof Kempten-Unterwang bestanden rund 15 Prozent des gesammelten Altholzes aus Vollholz. Im gesamten ZAK-Verbandsgebiet fallen jährlich rund 16.000 Tonnen Altholz an. Damit besteht ein erhebliches Potenzial für eine weitere Nutzung.

Für die neuen Sammelcontainer gelten allerdings bestimmte Kriterien: Das Vollholz soll weitgehend in gutem Zustand sein, mindestens zwei Zentimeter dick, zehn Zentimeter breit und 50 Zentimeter lang. Nägel oder kleinere Anbauteile sind dabei kein Ausschlusskriterium. Das Personal an den Wertstoffhöfen unterstützt bei der Einschätzung.

Das nächste größere Projekt steht bereits fest: Das Allgäuer Unternehmen Primavera in Oy-Mittelberg plant, die Fassade einer neuen Logistikhalle mit wiederverwendetem Altholz zu gestalten. Die Fassadenfläche soll mehr als 2.000 Quadratmeter umfassen.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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