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Ein 76-Jähriger aus Krumbach ist seit Anfang 2025 mutmaßlich Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Bei einer geplanten Bargeldübergabe im fünfstelligen Bereich nahm die Polizei zwei Tatverdächtige im Alter von 26 und 18 Jahren fest. Gegen beide wurden Haftbefehle erlassen. Der Schaden wird derzeit auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt.

Ein 76-jähriger Mann aus Krumbach ist über einen längeren Zeitraum Opfer eines mutmaßlichen Anlagebetrugs geworden. Der dabei entstandene Schaden wird derzeit auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt. Im Zuge einer geplanten Geldübergabe hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen.
Nach Angaben der Polizei nahmen bislang unbekannte Täter seit Anfang 2025 über das Internet und telefonisch Kontakt zu dem 76-Jährigen auf. Sie täuschten ihm vor, dass er mit seinen Investitionen hohe Gewinne erzielen könne. Der Mann überwies daraufhin mehrfach Geld und übergab auch wiederholt Bargeld an Abholer in der Nähe seiner Wohnung.
Am 11. September sollte erneut Bargeld im fünfstelligen Bereich übergeben werden. Aufgrund von Unstimmigkeiten entschloss sich der 76-Jährige jedoch, Anzeige bei der Polizeiinspektion Krumbach zu erstatten. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizeiinspektion Memmingen.
Bei der vereinbarten Geldübergabe griffen die Ermittler mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West zu. Sie nahmen einen 26-jährigen mutmaßlichen Geldabholer und dessen 18-jährigen Fahrer fest. Gegen die beiden ukrainischen Tatverdächtigen wird wegen des Verdachts des versuchten banden- und gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt.
Am 12. September wurden die beiden Männer dem Amtsgericht Memmingen vorgeführt. Der Ermittlungsrichter erließ die von der Staatsanwaltschaft Memmingen beantragten Haftbefehle und setzte sie in Vollzug. Die Tatverdächtigen wurden anschließend in verschiedene bayerische Justizvollzugsanstalten gebracht.
Die Ermittlungen laufen weiter. Dabei geht es unter anderem darum, den genauen Tathergang seit Anfang 2025 aufzuklären und die tatsächliche Schadenshöhe zu ermitteln. Diese wird derzeit auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Anlagenbetrug Betrug Festnahme Polizei