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Die anhaltende Trockenheit macht der Trinkwasserversorgung in Wiggensbach zu schaffen. Weil die beiden gemeindeeigenen Quellen kaum noch Wasser liefern, muss die Oberallgäuer Gemeinde seit dieser Woche zusätzlich auf Tanklastwagen zurückgreifen. Täglich werden rund 150.000 Liter Trinkwasser angeliefert. Das hat Bürgermeister Thomas Eigstler auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks (BR) erklärt.

Die Auswirkungen des niederschlagsarmen vergangenen Winters und der Trockenheit der vergangenen Monate sind in Wiggensbach deutlich spürbar. Die Hauptquelle der Gemeinde liefert derzeit überhaupt kein Wasser mehr, auch die zweite Quelle bringt zu wenig, um die rund 5.100 Einwohner ausreichend zu versorgen.
Seit Dienstag sind deshalb Tanklastwagen im Einsatz. Sie bringen täglich rund 150.000 Liter Trinkwasser nach Wiggensbach. Dort wird das Wasser mithilfe einer UV-Anlage aufbereitet und anschließend in einen Hochbehälter eingespeist.
Zusätzlich wird Wiggensbach über eine Fernwasserleitung der Fernwasserversorgung Oberes Allgäu versorgt. An diese ist die Gemeinde bereits seit fünf Jahren angeschlossen. Ursprünglich war die Leitung allerdings nur als Notverbund gedacht, um Versorgungslücken auszugleichen. Inzwischen stammen rund 75 Prozent des Trinkwassers aus dieser Verbindung.
Eine vollständige Versorgung darüber ist laut Bürgermeister Eigstler allerdings nicht möglich, weil die benötigte Pumpleistung fehlt. Das Wasser kommt aus dem rund 40 Kilometer südlich gelegenen Raum Sonthofen und muss bis nach Wiggensbach hochgepumpt werden.
Auch die zuletzt wieder etwas höheren Niederschläge bringen bislang keine spürbare Entlastung. Bis sich Regen auf das Grundwasser und die Quellen auswirkt, können nach Angaben des Bürgermeisters etwa sechs Wochen vergehen. Deshalb rechnet die Gemeinde damit, dass die Tanklastwagen noch mehrere Wochen Trinkwasser liefern müssen.
Für den Winter hofft Eigstler auf ausreichend Schnee, der liegen bleibt und langsam schmilzt. Das könnte dazu beitragen, die Wasservorräte und Quellen wieder aufzufüllen.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
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