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Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit GranataPet.
Jeden Monat präsentiert AllgäuHIT in Kooperation mit dem Werbepartner GranataPet bei „Tierwissen to go“ Tipps und Wissen für den Alltag mit Hund oder Katze. In der letzten Folge im September stand das Thema „Physiotherapie für Hund und Katze“ im Mittelpunkt.
In der aktuellen Oktober-Ausgabe widmeten wir uns dem Thema „Erziehung bei Hund und Katze“ . Hier gibt es das Gespräch aus der Radiosendung zwischen Moderatorin Uschi Binkert sowie Kathrin und Deborah von GranataPet zum Nachlesen:

Bei mir im Studio einmal mehr: Kathrin und Deborah von GranataPet. Euch einen schönen guten Tag!
Hallo Uschi, hi!
Wir haben wieder ein neues Thema heute. Wir sprechen über Erziehung. Wenn jetzt ein Hund ins Haus kommt, dann ist so der Klassiker, was man als Erstes macht: Sitz, Platz und vielleicht noch „Gib Pfote“. Ist das so in Ordnung? Ist das das Erste, was der Hund lernen sollte?
Nein, also es ist natürlich süß, wenn er das kann, aber es ist erst mal nicht so wichtig. Also ich finde, am Anfang stehen ganz andere Dinge im Fokus, zum Beispiel Aufmerksamkeit, Orientierung und einfach die Beziehung zum Hund. Also das Allerwichtigste ist, erst mal eine Beziehung aufzubauen. Der Hund soll lernen, dass der Mensch ihm Halt gibt, dass der Mensch Orientierung gibt, dass der Mensch Schutz gibt und einfach, dass es sich total lohnt für den Hund, wenn er dem Menschen gegenüber aufmerksam ist. Also ganz konkret heißt es natürlich: Der Hund lernt, auf seinen Namen zu hören. Der Hund lernt, Blickkontakt zum Menschen aufzunehmen und auch zu suchen. Oder zum Beispiel draußen: Er lernt, sich am Menschen zu orientieren. Und wenn der Mensch an der Leine die Richtung wechselt, dass der Hund halt nicht einfach in die andere Richtung weitergeht, sondern schon am Menschen orientiert dem Menschen folgt. Solche Dinge finde ich am Anfang viel wichtiger als Sitz, Platz und Pfote. Und es ist halt auch die Grundlage für jede Art von Training später.
Ich glaube, da sind wir bei einem ganz wichtigen Punkt, auch weil du gerade gesagt hast, draußen und aufpassen: das Thema Zurückrufen.
Ja, genau. Also, ein zuverlässiger Rückruf gehört für mich zu den allerwichtigsten Dingen, vor allem, weil es für den Hund eine Sicherheitsmaßnahme ist. Also, es schützt halt auch den Hund, wenn ich ihn aus Gefahrensituationen zurückrufen kann oder rufen kann, bevor er auf eine Straße rennt oder Ähnliches. Und deswegen ist der Rückruf was, was man auf jeden Fall unbedingt trainieren sollte. Und unabhängig davon bietet ein guter Rückruf einfach auch dem Hund ein gewisses Maß an Freiheit und später auch an Auslastung.
Bezüglich Gefahrenabwehr: Dazu gehört auch Impulskontrolle, nicht wahr?
Ja, auch absolut wichtig, dass der Hund lernt, wenn der draußen was fressen will, dass ich das verhindern kann. Weil es könnte ja ein Giftköder sein oder irgendwas Scharfkantiges. Das gibt es ja leider immer öfter und ich muss in der Lage sein, das zu unterbrechen. Oder der Hund muss lernen: Ich renne nicht einfach aus der offenen Haustür raus. Ich springe nicht einfach aus dem Kofferraum raus oder ich renne nicht über eine Straße. Und das hat alles mit Impulskontrolle zu tun. Oder auch ganz banal, dass der Hund lernt, einfach zur Ruhe zu kommen.
Jetzt ist es so, beim Hund kann man sich Training vorstellen, da ist das für jeden auch ’ne ganz logische Sache. Deborah, du bist so der Katzenmensch. Wie kann ich mir das jetzt bei Katzen vorstellen? Also ich kenne da nur so das: Meine Katze macht sowieso, was sie will. Kann man Katzen trainieren?
Auf jeden Fall, gerade das Training kann bei Katzen in Situationen helfen, die einfach schnell stressig für die Tiere sind. Gutes Beispiel ist der Tierarztbesuch. Wir kennen es alle: ungewohnte Geräusche, neue Gerüche, Menschen, die einen überall anfassen, wo man vielleicht sonst noch gar nicht wirklich angepackt wurde zu Hause. Und diese Art von Training nennt man Medical Training. Da geht es darum, dass man einfach zu Hause in der vertrauten Umgebung Schritt für Schritt daran arbeitet, dass die Katze das einfach gewohnt wird, beim Tierarzt die Handgriffe quasi zu erdulden. Und es kann ganz einfach anfangen, zum Beispiel: Darf ich die Pfote berühren? Darf ich sie länger halten? Kann ich der Katze ins Maul schauen oder auch ins Ohr? Und natürlich ist Transportbox-Training super wichtig.
Wie kann so ein Training aussehen, zum Beispiel für das Krallenschneiden?
Also hier kann es wirklich mit den Pfoten anfangen. Zuerst mal fasse ich die Pfote kurz an, dann halte ich sie länger, dann zeige ich der Katze mal die Krallenschere, aber ich mache noch nichts. Also das baut wirklich Step für Step auf und ich belohne mal mit einem Leckerli, mit einem Lob, kann aber auch mit einem Klicker arbeiten. Und ganz wichtig: Ich mache es lieber regelmäßig kürzer und mit weniger Wiederholungen, anstatt quasi die Katze zu überfordern. Denn man soll eigentlich immer dann aufhören, wenn die Katze auch noch motiviert ist und nicht schon quasi: Ich habe genug von dem Ganzen.
Also fassen wir zusammen: Egal ob Hund oder Katze, es geht jetzt nicht darum, besonders spektakuläre Tricks zu können. Es geht um Kontrolle, Freiheit, Sicherheit, Stressabbau und all diese Geschichten. Und wenn dann noch Raum ist für kleine verrückte Tricks, dann darf auch die Pfote sehr gerne gegeben werden.
„Tierwissen to go“ erscheint einmal pro Monat bei AllgäuHIT. Die Rubrik wird in Kooperation mit unserem Werbepartner GranataPet präsentiert. Weitere Infos unter https://www.granatapet.de/
Geschrieben von: Redaktion
Allgäu Haustier Hund Katze Tierwissen to go