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Aktuelles

Technischer Defekt legt IT des Klinikverbunds Allgäu zeitweise lahm

today21. September 2026

Hintergrund
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Ein technischer Defekt im zentralen Serverraum am Klinikum Kempten hat in der Nacht zu erheblichen IT-Problemen im gesamten Klinikverbund Allgäu geführt. Betroffen waren alle sechs Klinikstandorte sowie angeschlossene MVZ-Praxen. Inzwischen läuft der Betrieb wieder regulär. Ein Angriff von außen wird ausgeschlossen. Auslöser der Störung war nach Angaben des Klinikverbunds ein technischer Defekt im zentralen Serverraum am Klinikum Kempten. Durch Probleme mit der Kühlung stieg dort die Raumtemperatur an. Um Schäden zu verhindern, wurden die zentralen Server aus Sicherheitsgründen heruntergefahren.

Notaufnahme-Schild an einer Allgäuer Klinik / Foto: Thomas Häuslinger

Die Folge: Die zentralen IT-Systeme des Klinikverbunds standen vorübergehend nicht zur Verfügung. Betroffen waren sämtliche sechs Klinikstandorte sowie die dort angegliederten MVZ-Praxen.

Operationen teilweise verzögert

Auswirkungen hatte der Ausfall auch auf den medizinischen Betrieb. Der überwiegende Teil der geplanten Operationen konnte nach Angaben des Klinikverbunds dennoch durchgeführt werden, teilweise allerdings mit Verzögerungen. Nur in wenigen Einzelfällen mussten Eingriffe abgesagt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Auch ambulante Behandlungen waren zeitweise nicht oder nur verzögert möglich. Notwendige Dokumentationen führten die Mitarbeiter während des IT-Ausfalls auf Papier durch.

Mittlerweile läuft der OP-Betrieb wieder regulär. Die Server und Systeme wurden am Vormittag schrittweise hochgefahren. Seit etwa 11:30 Uhr stehen laut Klinikverbund die zentralen Systeme und Programme wieder zur Verfügung.

Notfallversorgung blieb gewährleistet

Die medizinische Notfallversorgung war nach Angaben des Klinikverbunds während des gesamten Ausfalls sichergestellt. Allerdings wurden die Zentralen Notaufnahmen wegen der eingeschränkten IT-Systeme teilweise vorübergehend für neue Zuweisungen durch den Rettungsdienst abgemeldet. Patienten, die sich bereits in den Kliniken befanden oder selbstständig in die Notaufnahmen kamen, wurden weiterhin behandelt. Für derartige IT-Ausfälle bestehen nach Angaben des Klinikverbunds festgelegte Notfallprozesse.

Kein Cyberangriff – Patientendaten nicht betroffen

Nach derzeitigem Stand hatte der Vorfall ausschließlich technische Ursachen. Eine Einflussnahme oder ein Zugriff von außen könne ausgeschlossen werden. Damit gibt es keine Hinweise auf einen Cyberangriff. Auch Patientendaten waren laut Klinikverbund von der Störung nicht betroffen. Nach der Wiederherstellung der Systeme läuft der Klinikbetrieb inzwischen wieder regulär.

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Geschrieben von: Thomas Häuslinger

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