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Panorama

Sechs-Punkte-Plan soll Waldbrandschutz im Ostallgäu verbessern

today6. November 2026

Hintergrund
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Forstministerin Kaniber bei einer Waldbrandübung/ Foto: Judith Schmidhuber/StMELF

Der Landkreis Ostallgäu will den Schutz vor Waldbränden gemeinsam mit weiteren bayerischen Alpenlandkreisen verbessern. Dafür haben Vertreter aus mehreren Landkreisen einen Sechs-Punkte-Plan erarbeitet. Im Mittelpunkt stehen eine bessere Ausstattung der Einsatzkräfte, gezielte Ausbildung und eine zuverlässigere Löschwasserversorgung.

Anlass für die Gespräche im Landratsamt Traunstein waren die Waldbrände und der Dürresommer 2026. Das Ostallgäu wurde bei dem Treffen durch den stellvertretenden Landrat Johannes Erd vertreten. Auch Kreisbrandrat Markus Barnsteiner nahm an den Beratungen teil. Neben Landkreisvertretern und Kreisbrandräten waren Fachleute des Katastrophenschutzes sowie Vertreter des Bayerischen Innenministeriums, des Landesamts für Bevölkerungsschutz und des Bayerischen Landkreistags beteiligt.

„Beim Waldbrandschutz dürfen wir nicht erst handeln, wenn es brennt. Wir müssen rechtzeitig vorsorgen und unsere Einsatzkräfte bestmöglich auf den Ernstfall vorbereiten“, betont Landrat Bernd Stapfner. Die Zusammenarbeit der Alpenlandkreise sei wichtig, um konkrete Verbesserungen auf den Weg zu bringen und Menschen, Wälder sowie Einsatzkräfte zu schützen.

Der Sechs-Punkte-Plan sieht unter anderem vor, die Luftunterstützung durch Rahmenverträge mit privaten Hubschrauberanbietern verlässlicher zu organisieren. Außerdem soll die Feuerwehr eine speziell für alpine Einsätze geeignete Schutzausrüstung und einheitliche Spezialgeräte erhalten. Auch die Ausbildung soll praxisnäher werden. Insbesondere die Waldbrandbekämpfung im Gebirge soll stärker in die Feuerwehr-Ausbildung integriert werden.

Weitere Schwerpunkte sind der Ausbau der Löschwasserversorgung, bessere Zufahrtsmöglichkeiten zu Waldgebieten sowie eine Weiterentwicklung digitaler Karten zur Einschätzung der Waldbrandgefahr. Darüber hinaus sollen Einsatzführung, Lageübersicht und Alarmierung verbessert und digitale Systeme besser aufeinander abgestimmt werden.

Ein wichtiger Punkt ist auch die finanzielle Entlastung der Kommunen. Geprüft werden soll, ob der Freistaat außergewöhnlich hohe Einsatzkosten, insbesondere für Hubschrauber, künftig auch dann übernehmen kann, wenn noch kein Katastrophenfall ausgerufen wurde. Alternativ steht ein staatlicher Waldbrandfonds zur Diskussion. Damit sollen vor allem kleinere Berggemeinden vor finanziellen Belastungen geschützt werden.

Die Vorschläge sollen nun über den Bayerischen Landkreistag und das Bayerische Innenministerium auf Landesebene weiterverfolgt werden. Ziel ist es, die Region besser auf zunehmende Waldbrandgefahren vorzubereiten und im Ernstfall schneller und wirkungsvoller reagieren zu können.

Ich kann den Artikel auch noch als kürzere Zeitungsmeldung oder als Radiobeitrag aufbereiten.

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Geschrieben von: Marion Daltrozzo

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