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Im Ostallgäu ist erneut ein Fall aufgetaucht, bei dem ein Wolf als möglicher Verursacher infrage kommt. Ein verletztes Kalb wird derzeit vom Bayerischen Landesamt für Umwelt untersucht.

Das Kalb wurde am 16. August im Ostallgäu entdeckt. Nach ersten Einschätzungen besteht der Verdacht, dass ein Wolf das Tier angegriffen haben könnte. Ob tatsächlich ein Wolf oder möglicherweise ein anderer großer Beutegreifer wie ein Bär oder Luchs verantwortlich ist, soll nun eine Genprobe klären. Das Ergebnis steht noch aus.
Wie die Allgäuer Zeitung berichtet, gab es bereits im Juli mehrere ähnliche Verdachtsfälle im Allgäu. In bislang keinem der abgeschlossenen Fälle konnte ein Wolf als Verursacher nachgewiesen werden. So ergab die Untersuchung eines am 13. Juli im Oberallgäu gefundenen toten Kalbs keine Hinweise auf die Beteiligung eines wildlebenden großen Beutegreifers.
Auch im Ostallgäu wurden in den vergangenen Wochen weitere Nutztiere entdeckt, bei denen eine Beteiligung eines Wolfs nicht ausgeschlossen werden konnte. Ein am 31. Juli gefundenes totes Lamm wird ebenfalls noch untersucht.
Das Landesamt für Umwelt geht weiterhin von einem standorttreuen Wolf im Allgäu aus. Das Tier mit der Bezeichnung GW 999 wurde erstmals 2018 nachgewiesen und soll ein Revier vom südlichen Oberallgäu bis nach Vorarlberg haben. Ein Wolfsrudel ist in der Region bislang nicht bekannt.
Der genaue Ort der aktuellen Fälle wird vom Landesamt für Umwelt weiterhin nicht veröffentlicht.
Geschrieben von: Leon Dauter