Listeners:
Top-Hörer:
AllgäuHIT
play_arrow
AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
Die Feuerwehren im Oberallgäu haben sich am Wochenende gezielt auf die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden vorbereitet. Bei einer zweitägigen Ausbildung am 12. und 13. September in Imberg standen praktische Übungen, ein Realfeuer und die Führung von Einsätzen im Mittelpunkt.

Rund 30 Einsatzkräfte aus zwölf Feuerwehren des Landkreises sowie des THW Sonthofen nahmen am ersten Ausbildungstag teil. Dabei ging es zunächst um die Grundlagen der Vegetationsbrandbekämpfung und den sicheren Umgang mit speziellen Werkzeugen.
An mehreren Praxisstationen trainierten die Einsatzkräfte unter anderem das Anlegen von Schneisen, das Freilegen angenommener Glutnester im Waldboden und die Sicherung eines Waldwegs im sogenannten Pump-and-Roll-Verfahren. Auch das Verlegen von Schlauchleitungen in schwierigem Gelände und die Bekämpfung eines simulierten Hangfeuers standen auf dem Programm.
Besonderer Höhepunkt war eine Realfeuerübung auf einer eigens vorbereiteten und abgesicherten Fläche. Dort konnten die Teilnehmer die zuvor erlernten Techniken unter möglichst realistischen Bedingungen anwenden.
Am zweiten Lehrgangstag lag der Schwerpunkt auf der Einsatzführung. Führungsdienstgrade aus dem gesamten Landkreis sowie zwei Feuerwehrkameraden aus Pfronten und Einsatzkräfte des THW Sonthofen trainierten die standardisierte Lageerkundung, die Einsatzplanung und eine klare Befehlsgebung.
Mithilfe von Taschenkarten sowie Bewertungsschemata und Formularen der FireToolbox wurden verschiedene Einflussfaktoren bei Vegetationsbränden systematisch erfasst und bewertet. Das Wissen wurde anschließend in mehreren Einsatzszenarien angewendet.
Bei drei Planspielen mussten die Teilnehmer in sogenannten „Sandkästen“ verschiedene Waldbrandszenarien beurteilen, Maßnahmen festlegen und entsprechende Befehle formulieren. Zum Abschluss ging es für die Einsatzkräfte in den Wald, wo ein angenommener Waldbrand direkt vor Ort erkundet und bewertet werden musste.
Hintergrund der Ausbildung sind unter anderem längere Trockenperioden, steigende Temperaturen und zunehmende Extremwetterlagen. Die Feuerwehren stehen dadurch vor neuen Herausforderungen. Mit regelmäßiger Ausbildung, einem einheitlichen Vorgehen und der Zusammenarbeit verschiedener Organisationen soll die Einsatzfähigkeit bei möglichen Wald- und Vegetationsbränden weiter verbessert werden.
Das bei der Ausbildung erworbene Wissen soll künftig regelmäßig vertieft und in die Feuerwehren des Landkreises weitergetragen werden. Unterstützt wurde der Lehrgang von der Feuerwehr Imberg bei der Vorbereitung und Organisation sowie von FireToolbox bei der Durchführung.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Feuerwehren Training waldbrände