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Mitten im meteorologischen Frühsommer zeigt sich das Allgäu am Mittwoch von seiner winterlichen Seite: Die sogenannte Schafskälte sorgt in der Region für deutlich sinkende Temperaturen, in den Alpen sogar für Schneefall.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet eine markante Abkühlung mit einer Schneefallgrenze von rund 1800 Metern. Besonders in den höheren Lagen der Allgäuer Alpen könnte es am Morgen daher zu einer unerwarteten „Juni-Zuckerschicht“ kommen – etwa am Hochgrat oder am Breitenberg.
Die Schafskälte beschreibt ein wiederkehrendes Wetterphänomen im Zeitraum um den 11. Juni, bei dem es regelmäßig zu einem spürbaren Kaltlufteinbruch kommt. In diesem Jahr fällt der Temperatursturz besonders deutlich aus: In höheren Regionen sind sogar leichte Schneefälle möglich, oberhalb von 2000 Metern teils mit einigen Zentimetern Neuschnee.
Auch in den Tallagen bleibt es ungemütlich. Von Kempten über Kaufbeuren bis nach Memmingen werden am Mittwoch nur noch rund 11 bis 12 Grad erwartet, dazu kommt flächendeckender Regen. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt vielerorts bei nahezu 100 Prozent.
Für die Allgäuer Alpen gilt zudem eine amtliche Wetterwarnung der Stufe 1. Oberhalb von 2000 Metern kann es bis zu fünf Zentimeter Neuschnee geben, in Staulagen auch mehr. Glätte ist in exponierten Bereichen nicht ausgeschlossen.
Damit fühlt sich der Sommer im Allgäu zumindest vorübergehend eher wie ein verspäteter März an – mit grauem Himmel, kühlen Temperaturen und Schneeflocken in höheren Lagen.
Geschrieben von: Leon Dauter