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Oberallgäu-Landrat Christian Wilhelm fordert von der Deutschen Bahn eine Stellungnahme zu möglichen Einschränkungen am Bahnhof Langenwang. Hintergrund sind Pläne im Zuge der Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks Oberstdorf, wonach dort künftig keine Zugkreuzungen mehr möglich sein könnten. Wilhelm warnt vor negativen Folgen für Pünktlichkeit und Stabilität des Bahnverkehrs und fordert, die Kreuzungsmöglichkeiten zu erhalten.

Der Oberallgäuer Landrat Christian Wilhelm macht Druck bei der Deutschen Bahn. In einem Schreiben an den DB-Konzernbevollmächtigten für Bayern, Christoph Kraller, fordert er eine schnelle Stellungnahme zu möglichen betrieblichen Einschränkungen am Bahnhof Langenwang.
Hintergrund sind Informationen, wonach mit der Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks Oberstdorf künftig keine Zugkreuzungen mehr in Langenwang möglich sein könnten. Für Wilhelm wäre das ein erheblicher Rückschritt: Der Bahnhof sei bislang ein wichtiger Baustein gewesen, um Verspätungen auf der Strecke zwischen Immenstadt und Oberstdorf abzufangen und den Zugverkehr stabil zu halten.
Der Landrat warnt, dass der Wegfall der Kreuzungsmöglichkeit die ohnehin angespannte Situation im Oberallgäu weiter verschärfen könnte. Besonders problematisch sei, dass es auf dem Abschnitt zwischen Fischen und Oberstdorf dann kaum noch Reserven gebe. Auch bei Großveranstaltungen wie der Vierschanzentournee oder den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften seien zusätzliche Zugverkehre auf die Möglichkeit von Zugkreuzungen in Langenwang angewiesen.
Wilhelm fordert deshalb, dass die Kreuzungsmöglichkeiten mit der Inbetriebnahme des neuen Stellwerks vollständig erhalten bleiben. Außerdem soll die Deutsche Bahn die Modernisierung des Bahnhofs Fischen vorantreiben und spätestens bis 2027 angehen. Eine Modernisierung der Technik dürfe nicht gleichzeitig zu einer Verschlechterung des Bahnangebots führen, so der Landrat.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
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