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Panorama

Klinikum Kaufbeuren setzt auf schonendere Behandlung von Herzrhythmusstörungen

today29. Oktober 2026

Hintergrund
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Am Klinikum Kaufbeuren kommt seit August ein neues Verfahren zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen zum Einsatz. Die sogenannte Elektroporation soll krankhafte Herzzellen gezielt ausschalten und dabei umliegendes Gewebe besser schonen als herkömmliche Methoden. Erste Behandlungen sind nach Angaben des Klinikums erfolgreich und ohne Komplikationen verlaufen.

Chefarzt Dr. Koller (2.v.r.) präsentiert mit dem Team des Herzkatheterlabors im Klinikum Kaufbeuren die Sonden für das neue Ablations-Verfahren. Foto: Dominique Roth | Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren

Das Verfahren, auch als Pulsed Field Ablation bekannt, richtet sich unter anderem gegen Vorhofflimmern. Dabei gerät der Herzrhythmus aus dem Takt. Betroffene können unter Herzstolpern, Herzrasen, Atemnot und einer verminderten Leistungsfähigkeit leiden. Unbehandeltes Vorhofflimmern kann außerdem das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen.

Bei einer Ablation werden jene Herzzellen gezielt behandelt, die die fehlerhaften elektrischen Signale auslösen. Bisher kommen dafür häufig Hitze oder Kälte zum Einsatz. Bei der Elektroporation werden stattdessen kurze, hochenergetische elektrische Impulse verwendet. Diese schädigen gezielt die Zellwände der betroffenen Herzzellen, während umliegende Strukturen wie die Speiseröhre, Nerven und Blutgefäße weitgehend geschont werden sollen.

Privatdozent Dr. Marcus Koller, Chefarzt der Kardiologie am Klinikum Kaufbeuren, zieht eine positive Bilanz der ersten Eingriffe. Mit der neuen Methode könnten Herzrhythmusstörungen präziser und schonender behandelt werden, erklärt er. Bislang werde das Verfahren nach Angaben des Klinikums nur an wenigen Zentren angeboten.

Wer mehr über Herzrhythmusstörungen und moderne Behandlungsmöglichkeiten erfahren möchte, hat dazu am Tag der offenen Tür des Klinikums Kaufbeuren Gelegenheit. Am Samstag, 14. November 2026, hält Dr. Koller einen Vortrag mit dem Titel „Vorhofflimmern: Wenn das Herz aus dem Takt gerät“. Dabei geht es darum, wie Vorhofflimmern entsteht, welche Warnsignale Betroffene ernst nehmen sollten und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen – von Medikamenten bis hin zur Elektroporation. Weitere Informationen zum Programm gibt es auf der Veranstaltungsseite des Klinikums Kaufbeuren.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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