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Die Intensivstation der Klinik Immenstadt ist von der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege (DGF) als „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ zertifiziert worden. Damit wird das Engagement der Station gewürdigt, Angehörige von Intensivpatientinnen und -patienten aktiv in den Behandlungs- und Pflegeprozess einzubeziehen.

Grundlage ist das Konzept der familienzentrierten Pflege („Family-Centered Care“), das Angehörige als wichtige Partner in der Versorgung versteht. Ziel ist es, Kommunikation zu verbessern, Orientierung zu geben und die psychische Belastung von Familien in Ausnahmesituationen zu reduzieren.
Entwickelt wurde das Projekt von der Pflegefachkraft Simone Wesch im Rahmen eines wissenschaftlich begleiteten Ansatzes zur erweiterten klinischen Pflege. Unterstützt wurde sie von einem interprofessionellen Team aus Pflege und Medizin.
„Angehörige erleben die Zeit auf einer Intensivstation oft als extrem belastend. Mit der familienzentrierten Pflege schaffen wir mehr Sicherheit und Beteiligung“, so Wesch.
Auch die Klinikleitung betont die Bedeutung akademisch qualifizierter Pflegekräfte für die Weiterentwicklung der Versorgung. Pflege werde zunehmend zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin, deren Erkenntnisse direkt in die Praxis einfließen.
Mit der Zertifizierung setzt die Klinik Immenstadt nach eigenen Angaben einen wichtigen Impuls für eine moderne, patienten- und familienorientierte Intensivpflege und will diesen Ansatz künftig weiter ausbauen.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Immenstadt klinik zertifizierung