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Aktuelles

2.200 Ausbildungsplätze im Allgäu noch unbesetzt

today12. August 2026

Hintergrund
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Kurz vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres sind im Allgäu noch zahlreiche Lehrstellen frei. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen waren im Juli von rund 5.500 gemeldeten Ausbildungsplätzen noch etwa 2.200 unbesetzt. Dem stehen rund 1.000 Jugendliche gegenüber, die aktuell als ausbildungssuchend gemeldet sind.

Damit kommen statistisch laut der Allgäuer Zeitung etwas mehr als zwei freie Ausbildungsplätze auf jeden Jugendlichen, der derzeit auf der Suche nach einer Lehrstelle ist. Allerdings melden nicht alle Unternehmen ihre Ausbildungsplätze bei der Arbeitsagentur – und auch nicht alle Jugendlichen lassen sich dort als ausbildungssuchend registrieren.

Seit 2023 geht die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Allgäu leicht zurück. Im Vergleich zu anderen Regionen fällt der Rückgang laut Arbeitsagentur jedoch moderat aus. Ausbildung habe im Allgäu weiterhin einen hohen Stellenwert – sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Jugendlichen.

Besonders viele freie Ausbildungsplätze gibt es im Bereich Einzelhandel und Verkauf. Das hängt allerdings auch damit zusammen, dass in diesen Branchen besonders viele Ausbildungsstellen angeboten werden. Schwierigkeiten haben unter anderem Betriebe, die Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk suchen. Auch weniger bekannte Ausbildungsberufe bleiben häufig unbesetzt. Dazu zählen beispielsweise Oberflächenbeschichter oder Medientechnologen.

Gleichzeitig verzeichnen verschiedene Handwerksberufe wieder mehr Interesse. Auch Pflegeberufe, insbesondere im Krankenhausbereich, sind gefragter. Ein Grund dafür sind laut Arbeitsagentur unter anderem gestiegene Verdienstmöglichkeiten.

Bei Jugendlichen besonders beliebt sind weiterhin technische Ausbildungsberufe. Dazu gehören beispielsweise Industriemechaniker, Fachinformatiker und Industriemechatroniker. Auch im Handwerk stehen Kraftfahrzeugmechatroniker, Elektroniker sowie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik weit oben auf der Liste.

Die Industrie- und Handelskammer Schwaben setzt deshalb verstärkt auf Berufsorientierung. Mit dem Berufsoffensive-Mobil werden Schulklassen direkt mit Auszubildenden aus Allgäuer Unternehmen zusammengebracht. Die Jugendlichen können dabei Fragen stellen und sich aus erster Hand über den jeweiligen Berufsalltag informieren. In diesem Jahr wurden auf diesem Weg bereits rund 300 Schülerinnen und Schüler erreicht.

Auch die sozialen Medien spielen bei der Suche nach Nachwuchskräften eine immer größere Rolle. Unternehmen müssten dort präsent sein, wo sich junge Menschen aufhalten, betont die IHK. Gleichzeitig sei es wichtig, Jugendlichen authentisch und auf Augenhöhe zu begegnen.

Trotz des traditionellen Ausbildungsstarts am 1. September können auch danach noch Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Wer sich jetzt kurzfristig bewirbt und bereit ist, noch ein Praktikum zu absolvieren, hat laut Arbeitsagentur weiterhin gute Chancen, im Herbst einen Ausbildungsplatz zu finden.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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