Listeners:
Top-Hörer:
AllgäuHIT
play_arrow
AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
Mit dem Start der neuen kommunalen Amtszeit am 1. Mai rückt die IHK Schwaben die Standortbedingungen in Memmingen und im Unterallgäu in den Fokus. Aus Sicht der regionalen Wirtschaft stehen vor allem leistungsfähige Verkehrsanbindungen, schnellere Verwaltungsverfahren, berufliche Bildung und lebendige Innenstädte auf der Agenda. Die Regionalversammlung Memmingen und Unterallgäu der IHK Schwaben bietet den neu gewählten kommunalen Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern dafür den konstruktiven Austausch an.

„Die neue Amtszeit ist eine Chance, die Standortbedingungen in Memmingen und im Unterallgäu gezielt zu verbessern. Unsere Unternehmen brauchen schnelle Verfahren, verlässliche Entscheidungen und eine Infrastruktur, die Wachstum ermöglicht. Das IHK-Ehrenamt steht bereit, die Perspektive der Wirtschaft konstruktiv einzubringen“, sagt Andrea Thoma-Böck, Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Memmingen und Unterallgäu.
Wirtschaftliche Bedeutung der Region
Die wirtschaftliche Bedeutung der Region ist groß: In Memmingen und im Unterallgäu zählt die IHK Schwaben rund 15.260 Mitgliedsunternehmen. Die Region steht für über 88.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 430 Ausbildungsbetriebe und eine Exportquote im Verarbeitenden Gewerbe von 45,7 Prozent. Damit wirken kommunale Entscheidungen unmittelbar auf Beschäftigung, Ausbildung und Wohlstand in der Region.
Infrastruktur und Verwaltung im Fokus
Ein zentrales Thema ist aus Sicht der regionalen Wirtschaft die Infrastruktur. Dazu gehören eine gute Erreichbarkeit des Flughafens Memmingen und dessen Anbindung an die A96 ebenso wie ein leistungsfähiger Verkehrsfluss im Stadtgebiet. Genannt werden im Positionspapier unter anderem die Verkehrssituation rund um das Autobahnkreuz sowie die Kreuzung Fraunhoferstraße/Europastraße. Auch eine bessere Anbindung an das überregionale Bahnnetz wird gefordert.
Ebenso wichtig ist eine moderne, digitale und verlässliche Verwaltung. Unternehmen sind auf transparente Abläufe, rechtssichere Entscheidungen und zügige Verfahren angewiesen. Auch der regelmäßige Austausch zwischen Unternehmen, Politik und Verwaltung soll aus Sicht der Wirtschaft fortgeführt und weiterentwickelt werden.
„Viele Standortfragen werden nicht in Berlin oder München entschieden, sondern direkt vor Ort. Ob eine Genehmigung schnell erteilt wird, ob Verkehr funktioniert oder ob eine Berufsschule gut ausgestattet ist, macht für unsere Unternehmen einen konkreten Unterschied“, so Thoma-Böck.
Bildung, Fachkräfte und lebendige Innenstädte
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Bildung und Fachkräftesicherung. Gut ausgestattete Berufsschulen, digitale Lernbedingungen und regionale Ausbildungsmöglichkeiten in Zukunftsberufen sind zentrale Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen auch künftig Fachkräfte finden und junge Menschen Perspektiven vor Ort erhalten. Auch lebendige Innenstädte und Ortskerne bleiben aus Sicht der Wirtschaft eine gemeinsame Aufgabe.
IHK-Ehrenamt bietet Dialog an
In der IHK-Regionalversammlung Memmingen und Unterallgäu engagieren sich Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region ehrenamtlich für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort. Die Positionen zur Kommunalwahl wurden bereits im Vorfeld erarbeitet und den Kandidierenden zur Verfügung gestellt.
Die IHK Schwaben will den Austausch mit Politik und Verwaltung nach dem Amtsantritt fortsetzen. Ziel ist es, konkrete Anliegen der Unternehmen frühzeitig in kommunale Entscheidungsprozesse einzubringen und gemeinsam an guten Rahmenbedingungen für Memmingen und das Unterallgäu zu arbeiten.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu amtsstart ihkschwaben Kommunalpolitik
today30. April 2026 23 2