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Das Gesundheitsamt Oberallgäu rät derzeit zu besonderer Vorsicht beim Baden in Naturgewässern. Hintergrund sind mehrere gemeldete Erkrankungsfälle nach dem Aufenthalt an Badeseen in der Region. Besonders betroffen ist der Niedersonthofener See.

Die Betroffenen klagten unter anderem über Erbrechen und Durchfall. Krankenhausaufenthalte wurden bislang nicht bekannt.
Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass beim Baden in Naturgewässern grundsätzlich gesundheitliche Risiken bestehen. Vor allem das Verschlucken von Wasser kann zu Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchkrämpfen, Erbrechen oder Durchfall führen. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Die derzeitigen Wetterbedingungen können die Vermehrung von Krankheitserregern im Wasser zusätzlich begünstigen.
Badegästen wird empfohlen, das Wasser vor dem Baden auf Trübungen, Schlieren oder Schaum zu überprüfen, möglichst kein Wasser zu schlucken, offene Wunden wasserdicht abzudecken und nach dem Baden gründlich zu duschen.
Das Gesundheitsamt betont außerdem, dass Magen-Darm-Erkrankungen im Sommer nicht ausschließlich durch Badewasser verursacht werden. Auch hohe Temperaturen fördern die Vermehrung von Keimen in Lebensmitteln. Daher sollten Speisen gerade bei Hitze sorgfältig transportiert, gelagert und zubereitet werden.
Die Wasserqualität der Badeseen im Oberallgäu wird regelmäßig mikrobiologisch untersucht.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Gesundheitsamt niedersonthofenersee Warnung