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Wirtschaft

Chinesische Konkurrenz setzt Unternehmen in Bayerisch-Schwaben unter Druck

today11. September 2026

Hintergrund
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Der Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter nimmt weiter zu und stellt viele Unternehmen in Bayerisch-Schwaben vor große Herausforderungen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) hervor. Demnach spüren 78 Prozent der befragten Unternehmen in Bayern eine zunehmende Konkurrenz aus China. Bundesweit liegt dieser Wert bei 67 Prozent.

Symbolbild Pixabay

Für die Wirtschaft in Bayerisch-Schwaben hat diese Entwicklung besondere Bedeutung. Die Region ist stark von ihrer exportorientierten Industrie geprägt. Mehr als 500 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk unterhalten Geschäftsbeziehungen nach China. Gleichzeitig sind die Aufträge aus dem wichtigen Wirtschaftsmarkt zuletzt deutlich zurückgegangen.

Schwaches China-Geschäft belastet die Industrie

Die Frühjahrskonjunkturumfrage 2026 der IHK Schwaben zeigt, dass viele Unternehmen ihre Geschäfte in China zunehmend kritisch bewerten. Beim aktuellen Auftragsvolumen überwogen die negativen Rückmeldungen deutlich. Auch für die zweite Jahreshälfte 2026 erwarten viele Betriebe keine schnelle Verbesserung.

„China bleibt für viele Unternehmen ein wichtiger Markt. Gleichzeitig ist das Land längst nicht mehr nur Absatz-, Beschaffungs- oder Produktionsstandort, sondern immer stärker Wettbewerber“, erklärt Jana Lovell, Leiterin International und Zoll bei der IHK Schwaben.

Der Konkurrenzdruck wird dabei nicht nur auf dem chinesischen Markt selbst spürbar. Viele Unternehmen sehen sich inzwischen auch in Europa, in Deutschland und auf anderen internationalen Märkten mit chinesischen Wettbewerbern konfrontiert.

Unternehmen setzen auf Innovationen

Besonders betroffen ist das produzierende Gewerbe. Deutschlandweit berichten 83 Prozent der Unternehmen aus der Industrie von wachsender Konkurrenz durch Anbieter aus China.

Die meisten Betriebe reagieren darauf mit eigenen Maßnahmen. Rund 60 Prozent setzen verstärkt auf Produktinnovationen. Die Hälfte arbeitet an Kostensenkungen und einer höheren Effizienz. Fast 40 Prozent suchen zusätzlich nach neuen Absatzmärkten.

Ein Rückzug aus bestehenden Geschäftsfeldern kommt dagegen nur für eine Minderheit infrage.

„Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht durch Stillstand“, betont Maximilian Offermann, persönlich haftender Gesellschafter der BWF Group. Unternehmen müssten ihre Produkte und Prozesse kontinuierlich weiterentwickeln, um sich langfristig im internationalen Wettbewerb behaupten zu können.

Wirtschaft fordert gemeinsames Auftreten Europas

Neben eigenen Anstrengungen sehen viele Unternehmen auch die Politik in der Pflicht. Zwei Drittel der Befragten sprechen sich für ein gemeinsames und abgestimmtes Auftreten der Europäischen Union gegenüber China aus. Zudem wollen viele Unternehmen strategische Abhängigkeiten reduzieren.

Mehrheitlich unterstützt werden auch gezielte Maßnahmen gegen Wettbewerbsverzerrungen. Dabei geht es etwa um den fairen Zugang zu Märkten und die konsequente Durchsetzung bestehender Handelsregeln.

Die IHK Schwaben sieht darin einen wichtigen Weg für die Zukunft: Europa müsse geschlossen auftreten, faire Wettbewerbsbedingungen sichern und gleichzeitig offen für den internationalen Handel bleiben.

Für die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben bedeutet das vor allem eines: Innovationen, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit werden in den kommenden Jahren entscheidende Faktoren sein, um im internationalen Wettbewerb mit China erfolgreich zu bestehen.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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