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Der AfD-Politiker Wolfgang Dröse fordert eine Reduzierung der für Windenergie vorgesehenen Vorrangflächen im Allgäu von 1,46 auf 1,1 Prozent. Damit würden rund 1.200 Hektar weniger ausgewiesen. Dröse kritisiert, dass die aktuelle Planung über die gesetzliche Vorgabe für 2027 hinausgeht. Genannt werden unter anderem der Kemptner Wald, Oberstaufen, Weitnau und Buchloe. Der Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbands Allgäu muss nun über den Antrag beraten.

Im Allgäu soll nach dem Willen der AfD weniger Fläche für Windenergie ausgewiesen werden. Wolfgang Dröse, 1. Vorstand des AfD-Kreisverbands Ostallgäu/Kaufbeuren, Stadtrat der Stadt Buchloe und Kreisrat des Landkreises Ostallgäu, hat beim Regionalen Planungsverband Allgäu (RPV Allgäu) einen entsprechenden Antrag eingereicht.
Dröse fordert darin, die bislang vorgesehene Fläche für Vorranggebiete für Windenergie von 1,46 auf 1,1 Prozent der Regionsfläche zu reduzieren. Die Geschäftsstelle des RPV Allgäu soll nach seinem Antrag einen entsprechenden Entwurf ausarbeiten und dem Planungsausschuss anschließend zur Beratung vorlegen.
Zur Begründung verweist Dröse auf die gesetzlichen Vorgaben zur Windenergieplanung. Demnach müsse im Allgäu bis Ende 2027 ein Flächenanteil von 1,1 Prozent als Vorranggebiet für Windenergie ausgewiesen werden. Der Planungsausschuss des RPV Allgäu hatte am 11. März 2026 jedoch eine Planung mit einem Anteil von 1,46 Prozent beschlossen.
Die Region Allgäu umfasst laut Antrag insgesamt rund 3.348 Quadratkilometer. Bei einem Anteil von 1,46 Prozent wären demnach etwa 48,9 Quadratkilometer als Vorranggebiete vorgesehen. Bei 1,1 Prozent wären es rund 36,9 Quadratkilometer. Der Unterschied beträgt damit etwa zwölf Quadratkilometer beziehungsweise 1.200 Hektar.
Dröse bezeichnet die zusätzliche Fläche in seinem Antrag als freiwillige Überschreitung der gesetzlichen Vorgabe und kritisiert deren Umfang.
Die Ausweisung von 1,46 Prozent war unter anderem damit begründet worden, dass zusätzliche Flächen als Puffer dienen könnten, falls einzelne Gebiete später aus rechtlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen. Außerdem wird damit bereits die gesetzliche Zielvorgabe von 1,4 Prozent für das Jahr 2032 berücksichtigt.
Dröse hält beide Argumente nach eigenen Angaben nicht für überzeugend. Er fordert stattdessen, zunächst lediglich die für Ende 2027 erforderlichen 1,1 Prozent auszuweisen. In seinem Antrag verweist er außerdem auf die politische Diskussion über eine mögliche Neubewertung der bundesweiten Vorgaben.
Für eine mögliche Reduzierung der Flächenkulisse nennt Dröse auch konkrete Gebiete. Dazu gehören unter anderem der Kemptner Wald, Oberstaufen, Weitnau und Buchloe.
Mit Blick auf den Buchloer Stadtwald führt Dröse in seinem Antrag außerdem die dortige Volkssternwarte an. Bei einer Herausnahme entsprechender Flächen könne aus seiner Sicht deren Weiterbetrieb ermöglicht werden.
Darüber hinaus nennt der Antrag weitere Kritikpunkte an Windenergieanlagen, unter anderem mögliche Auswirkungen auf Vögel und den Tourismus sowie Fragen zur Wirtschaftlichkeit.
Über den Antrag von Wolfgang Dröse muss nun der Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbands Allgäu beraten und entscheiden.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
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