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Politik

Flexibus im Unterallgäu soll künftig bis nach Memmingen fahren

today30. Oktober 2026

Hintergrund
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Wer künftig mit dem Flexibus von Babenhausen, Boos, Niederrieden oder Fellheim nach Memmingen fahren möchte, soll dafür ab dem 1. Januar eine neue Möglichkeit bekommen. Der Mobilitätsausschuss des Unterallgäuer Kreistags hat die Erweiterung des Flexibus-Knotens Babenhausen-Boos einstimmig befürwortet. Die endgültige Entscheidung steht noch durch den Kreistag aus.

Bus (Symbolfoto) / Foto: Pixabay

Bislang fährt der Flexibus in diesem Bereich nur bis Heimertingen. Künftig soll die Verbindung bis nach Memmingen-Steinheim verlängert werden. Dort können Fahrgäste in den Memminger Stadtbus umsteigen und beispielsweise bis zum Bahnhof oder in die Innenstadt weiterfahren. Damit erhält auch der Flexibus-Knoten Babenhausen erstmals einen Anschluss an den Schienenverkehr. Von den insgesamt sieben Flexibus-Bereichen im Unterallgäu war er bislang der einzige ohne direkte Bahnanbindung. Landrat Alex Eder bezeichnete die geplante Erweiterung als „echte Verbesserung“.

Gleichzeitig will der Landkreis bei einem anderen Mobilitätsangebot sparen. Konkret geht es um den Rufbus, der vor allem abends und an Wochenenden eingesetzt wird, wenn sich reguläre Linienbusse wirtschaftlich nicht lohnen. Die Fahrten finden zu festgelegten Zeiten auf den bestehenden Buslinien statt und müssen bei Bedarf angefordert werden. Meist kommen dafür Taxis zum Einsatz.

Der Landkreis gibt für das Angebot jährlich rund 250.000 Euro aus. Fahrgäste bezahlen zusätzlich zum regulären Busticket einen Zuschlag von vier Euro, die übrigen Kosten trägt der Landkreis. Weil das derzeitige Angebot deutlich über den Vorgaben des Nahverkehrsplans liegt, hat die Kreisverwaltung angesichts der angespannten Haushaltslage Einsparungen vorgeschlagen.

Der Mobilitätsausschuss stimmte deshalb einer Reduzierung zu. Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember soll das Rufbus-Angebot um die Hälfte der Fahrten gekürzt werden, die über die Vorgaben des Nahverkehrsplans hinausgehen. Dadurch sollen jährlich rund 60.000 Euro eingespart werden. Vor allem wenig genutzte Verbindungen sollen wegfallen und Fahrten stärker gebündelt werden. Späte Fahrten am Abend sollen dagegen weiterhin angeboten werden, damit Menschen, die auf den Rufbus angewiesen sind, auch künftig nach Hause kommen.

In der Sitzung wurde außerdem der Verkehrsverbund Mittelschwaben (VVM) vorgestellt. Zu diesem gehören neben dem Landkreis Unterallgäu auch die Stadt Memmingen und der Landkreis Günzburg. Geschäftsstellenleiter Martin Kreutner informierte den Ausschuss über die Aufgaben und Angebote des Verkehrsverbunds.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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