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Die Gesundheitsakademie Bodensee-Oberschwaben hat ihren Examensjahrgang 2026 verabschiedet. Insgesamt 63 Absolventinnen und Absolventen haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und dürfen sich ab sofort Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann nennen.

21 der Absolventinnen und Absolventen haben zudem den ersten Abschnitt des ausbildungsintegrierten Bachelorstudiengangs Pflege erfolgreich beendet. Sie setzen ihr Studium an der Hochschule Ravensburg-Weingarten in den kommenden drei Semestern bis zum Bachelorabschluss fort.
Die neuen Pflegefachkräfte wurden in den vergangenen drei Jahren bei verschiedenen Einrichtungen der Region ausgebildet. 33 Absolventinnen und Absolventen kamen von der Oberschwabenklinik, 23 vom Medizin Campus Bodensee. Weitere Auszubildende wurden bei den Waldburg-Zeil Kliniken, den Zentren für Psychiatrie Südwürttemberg und der Asklepios Klinik Lindau ausgebildet. Die Ausbildung kombinierte theoretischen Unterricht an der Gesundheitsakademie mit umfangreichen Praxiseinsätzen.
Akademieleiter Konstantin Reichl gratulierte dem Jahrgang zum erfolgreichen Abschluss und betonte, dass das Examen zwar ein wichtiger Meilenstein, aber nicht das Ende des Lernens sei. Pflege entwickle sich stetig weiter und biete zahlreiche Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung.
Auch Schulleiter Andreas Thiel hob die Bedeutung von Empathie, Kommunikation und Teamarbeit im Pflegeberuf hervor. Neben Fachwissen und praktischen Fertigkeiten seien vor allem Vertrauen und Respekt gegenüber den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen entscheidend.
Prof. Dr. Maria Mischo-Kelling von der Hochschule Ravensburg-Weingarten sprach sich für ein selbstbewusstes Berufsverständnis aus. Professionelle Pflege leiste einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, indem sie unter anderem Selbstständigkeit, Teilhabe, Würde und Lebensqualität erhalte.
Mit Blick auf die Zukunft der Pflege verwies Pflegedirektor Swen Wendt von der Oberschwabenklinik auf die zunehmenden Herausforderungen durch eine älter werdende Gesellschaft. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, robotische Unterstützung und der Ausbau ambulanter Versorgungsstrukturen könnten dabei helfen, Pflegekräfte zu entlasten und mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten zu schaffen.
Mit dem Abschluss starten die 63 neuen Pflegefachkräfte nun in ihr Berufsleben und verstärken künftig die Teams in Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens.
Geschrieben von: Leon Dauter