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Die Stadtwerke Wangen stehen finanziell weiter unter Druck. Der städtische Eigenbetrieb benötigt aktuell einen Kredit über 700.000 Euro von der Stadt, nachdem unter anderem eine Nachforderung für nicht verbrauchtes Erdgas die finanzielle Lage zusätzlich verschärft hat.

Hintergrund sind unter anderem die hohen Gaspreise aus dem Jahr 2022. Die Stadtwerke hatten damals Erdgas zu hohen Preisen eingekauft, konnten die Mengen in den Jahren 2023 und 2024 aber nicht vollständig verbrauchen. Gründe dafür waren unter anderem Einsparungen, mildes Wetter und die verspätete Inbetriebnahme einer zweiten Heizzentrale.
Die überschüssigen Gasmengen mussten anschließend am sogenannten Spotmarkt verkauft werden. Weil die Preise inzwischen deutlich niedriger lagen, entstand im Juni eine Nachforderung von gut einer Million Euro. Davon entfallen mehr als 300.000 Euro auf die Stadt und knapp 700.000 Euro auf die Stadtwerke.
Die finanzielle Situation der Stadtwerke ist ohnehin angespannt. Die Schulden des Eigenbetriebs könnten bis 2029 auf bis zu 20 Millionen Euro steigen. Hinzu kommen hohe Investitionen in das Wasserversorgungsnetz sowie die deutlich teurer gewordene zweite Heizzentrale am Erba-Gelände.
Der Wangener Oberbürgermeister Michael Lang sprach sich für ein besseres Controlling aus und erklärte, perspektivisch müsse die Stadt „vom Gas wegkommen“. Gleichzeitig verwies er auf die umfangreiche Investitionsphase der Stadtwerke und die Unterstützung durch die Stadt.
Der Gemeinderat stimmte der Kreditvergabe mit zwei Enthaltungen aus den Reihen von GOL und Grünen zu.
Geschrieben von: Leon Dauter
today27. September 2026 1