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Das Handwerk im Allgäu ist mit gedämpfter Stimmung ins erste Quartal 2026 gestartet. Laut aktueller Konjunkturumfrage bewerten noch 75 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend – zehn Prozentpunkte weniger als im Vorquartal. Ein Viertel spricht bereits von einer schlechten Lage.

Besonders der starke Anstieg der Einkaufspreise belastet die Unternehmen. Rund drei Viertel der Betriebe berichten von deutlichen Preissteigerungen, jedoch können nur 44 Prozent diese über höhere Verkaufspreise ausgleichen. Dadurch verschärft sich die ohnehin angespannte Ertragssituation weiter.
Auch bei den Aufträgen bleibt die Lage schwierig: 30 Prozent der Betriebe verzeichnen Rückgänge, nur 17 Prozent ein Plus. Die Auftragsreichweite ist auf 8,2 Wochen gesunken und liegt damit unter dem Vorjahresniveau.
HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner sieht vor allem externe Faktoren wie gestiegene Energie- und Rohstoffpreise infolge internationaler Krisen als Belastung. Gleichzeitig fordert er von der Politik schnellere Reformen, steuerliche Entlastungen und ein stimmiges Gesamtkonzept zur Unterstützung der Wirtschaft.
Trotz der Herausforderungen bleibt der Ausblick gemischt: 15 Prozent der Betriebe erwarten eine Verbesserung, während 19 Prozent mit einer weiteren Verschlechterung rechnen. Besonders die Preisentwicklung bleibt dabei ein zentraler Unsicherheitsfaktor für das kommende Quartal.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Angespannt handwerk preisdruck