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Die 75. Vierschanzentournee bringt eine historische Neuerung mit sich: Erstmals gehen auch die weltbesten Skispringerinnen bei dem traditionsreichen Wettbewerb an den Start. Den Auftakt macht Oberstdorf am 28. Dezember. Außerdem dürfen sich die Athletinnen und Athleten auf ein Rekordpreisgeld von insgesamt 697.200 Euro freuen.

Die Wettkämpfe der Frauen finden an allen vier Tournee-Standorten jeweils vor der Qualifikation der Männer statt. Nach Oberstdorf folgen Garmisch-Partenkirchen am 31. Dezember sowie Innsbruck am 2. Januar und Bischofshofen am 5. Januar. Die Skispringerinnen kämpfen dabei ebenfalls um den goldenen Tourneeadler.
Damit das umfangreiche Programm in den Zeitplan passt, wird der Modus bei den Frauen angepasst. In der Qualifikation treten jeweils 40 Springerinnen an, 30 von ihnen schaffen es in den Wettkampf. Im Finale kämpfen die besten 20 um den Sieg. Der erste Wertungsdurchgang wird wie bei den Männern im K.-o.-Modus ausgetragen: Die 15 Siegerinnen ihrer Duelle und die fünf besten Verliererinnen qualifizieren sich für die Entscheidung.
Auch für die Männer verändert sich der Tagesablauf. Sie absolvieren ihre Trainingssprünge an den Qualifikationstagen bereits vor den Wettbewerben der Frauen. Ihre Qualifikation findet anschließend wie gewohnt am späten Nachmittag statt.
Ermöglicht wird das erweiterte Programm durch Flutlichtanlagen an allen vier Austragungsorten. In Innsbruck kann das Bergiselspringen damit erstmals in seiner Geschichte unter Flutlicht stattfinden. Die Organisatoren sehen darin mehr Flexibilität für die Planung der einzelnen Wettbewerbe.
Durch die Aufnahme der Frauen steigt das Gesamtpreisgeld der Jubiläumsausgabe auf 697.200 Euro. Die erste Gesamtsiegerin der Frauen erhält zusätzlich zu den Preisgeldern der vier Weltcups eine Prämie von 30.000 Euro und den goldenen Tourneeadler. Die Organisatoren sprechen von einem wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der Vierschanzentournee.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Rekorde sport Vierschanzentournee