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Aktuelles

Überfall in Lamerdingen: Tatverdächtiger war Polizei bereits mehrfach bekannt

today22. Oktober 2026

Hintergrund
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Nach dem Raubüberfall auf eine 63-jährige Frau in Lamerdingen im Ostallgäu sind weitere Details zum Tatverdächtigen bekannt geworden. Gegen den 31-jährigen Syrer wurde wegen des Verdachts des schweren Raubes ermittelt. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lagen der Polizei bereits umfangreiche Erkenntnisse über den Mann vor.

Symbolbild Polizei / Foto: Pixabay

Der 31-Jährige soll die Frau am Mittwochmorgen, 7. Oktober, vor ihrem Wohnanwesen mit mehreren Schlägen angegriffen und persönliche Gegenstände gestohlen haben. Einsatzkräfte nahmen ihn nach einer Fahndung im näheren Umfeld fest. Die entwendeten Gegenstände wurden später wiedergefunden. Der Tatverdächtige hatte sie während seiner Flucht versteckt. Ein Ermittlungsrichter erließ anschließend aufgrund einer möglichen psychischen Beeinträchtigung einen Unterbringungsbefehl.

Wie aus einer Antwort von Innenminister Joachim Herrmann auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Franz Schmid hervorgeht, wurde gegen den syrischen Staatsangehörigen in den vergangenen Jahren in einer Vielzahl von Fällen wegen des Verdachts unterschiedlicher Straftaten ermittelt. Die Vorwürfe bezogen sich unter anderem auf Gewalt- und Eigentumsdelikte, Hausfriedensbrüche, Verkehrsdelikte sowie Verstöße gegen das Waffengesetz.

Flüchtlingsstatus widerrufen – Klage läuft

Der Mann hält sich laut Herrmann derzeit rechtmäßig in Deutschland auf. Ihm war 2016 die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt worden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) widerrief diese Entscheidung zwar mit einem Bescheid aus dem Mai 2026. Dagegen wurde jedoch Klage erhoben, die aufschiebende Wirkung hat.

Deshalb besteht aktuell keine Ausreisepflicht. Aufenthaltsbeendende Maßnahmen seien damit bereits aus diesem Grund nicht zulässig, erklärte Herrmann.

Die Kriminalpolizei Kaufbeuren ermittelt unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Kempten wegen des Verdachts des schweren Raubes.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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