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Im Landkreis Unterallgäu hat sich ein Mensch mit dem seltenen Borna-Virus (BoDV-1) infiziert und ist an den Folgen der Erkrankung gestorben. Das teilte das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu mit. Die betroffene Person stammt aus dem Raum Bad Wörishofen.

Infektionen mit dem Borna-Virus sind äußerst selten, verlaufen jedoch in den meisten Fällen schwer und oft tödlich. Nach Angaben der Behörden wird das Virus vermutlich durch die Feldspitzmaus übertragen, insbesondere über Kontakt mit deren Ausscheidungen wie Urin, Kot oder Speichel. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nach aktuellem Stand nicht bekannt.
Derzeit wird gemeinsam mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht, wo sich die betroffene Person infiziert haben könnte. Der genaue Infektionsweg ist bislang unklar.
Zu Beginn äußert sich die Erkrankung meist mit unspezifischen Symptomen wie Fieber oder Kopfschmerzen. Innerhalb weniger Tage kann es jedoch zu schweren neurologischen Ausfällen bis hin zu einer Gehirnentzündung und Koma kommen.
Das Gesundheitsamt und das LGL weisen auf wichtige Schutzmaßnahmen hin: Der direkte Kontakt mit Feldspitzmäusen und deren Ausscheidungen sollte unbedingt vermieden werden. Bei Arbeiten in potenziell belasteten Bereichen wird das Tragen von Handschuhen sowie FFP2- oder FFP3-Masken empfohlen. Auch eine gründliche Reinigung von Flächen und die sichere Entsorgung toter Tiere sind wichtig, um eine mögliche Staubaufwirbelung zu verhindern.
Feldspitzmäuse sind seltene, scheue Insektenfresser, die vor allem in naturnahen Lebensräumen wie Hecken oder Böschungen vorkommen und nur selten mit Menschen in Kontakt geraten.
Geschrieben von: Leon Dauter