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Aktuelles

Schiffsmelde- und Reinigungspflicht am Bodensee wird vorbereitet

today26. Juni 2026

Hintergrund
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Zum Schutz des Bodensees vor invasiven Tier- und Pflanzenarten soll künftig eine Schiffsmelde- und Reinigungspflicht eingeführt werden. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) haben bei ihrem Strategiegespräch im schweizerischen Horgen die zuständigen Fachgremien damit beauftragt, die nächsten Schritte vorzubereiten.

Symbolbild: Bodensee/ Foto: Pixabay

Konkret sollen die Internationale Schifffahrtskommission für den Bodensee (ISKB) und die Umweltkommission der IBK einen Vorschlag für eine Anpassung der Bodensee-Schifffahrts-Ordnung ausarbeiten. Grundlage dafür sollen die Ergebnisse einer noch laufenden Studie über sogenannte Neobiota sein. Außerdem müssen die rechtlichen Voraussetzungen in den beteiligten Ländern und Kantonen geprüft werden.

Hintergrund ist die zunehmende Ausbreitung invasiver Arten im Bodensee. Besonders die Quaggamuschel bereitet Experten Sorgen. Sie kann das empfindliche Ökosystem des Sees erheblich verändern und unter anderem Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung, die Fischerei, die Schifffahrt, den Badebetrieb sowie technische Infrastruktur haben. Als einer der wichtigsten Verbreitungswege gelten Boote, die zwischen verschiedenen Gewässern wechseln.

Nach Angaben der IBK gibt es rund um den Bodensee bereits mindestens 42 Bootswaschplätze. Zudem finden jedes Jahr mehr als 300 nautische Veranstaltungen statt, die bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden sollen.

Mit dem Beschluss setzt die Internationale Bodensee-Konferenz ihre bisherigen Bemühungen zum Schutz des Sees fort. Ziel ist es, eine einheitliche und praxistaugliche Regelung für den gesamten Bodenseeraum zu schaffen und die weitere Einschleppung invasiver Arten wirksam zu verhindern.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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