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In Burgberg geht die Planung für das Neubaugebiet „Südlich der Edelweißstraße“ weiter. Auf gut 6.000 Quadratmetern sollen vier Einfamilienhäuser und zwei Doppelhäuser entstehen.

Der Gemeinderat hat den aktuellen Entwurf des Bebauungsplans sowie die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans einstimmig gebilligt. Das berichtet die Allgäuer Zeitung.
Gegen das Vorhaben gibt es weiterhin Widerstand aus Teilen der Bevölkerung. Bereits Ende vergangenen Jahres waren mehr als 1.600 Postwurfzettel verteilt worden. Von 198 Rückmeldungen seien 170 ablehnend gewesen. Besonders kritisch sehen Anwohner die mögliche Hochwasser- und Starkregengefahr am geplanten Standort.
Die Gefahren durch Starkregen und abfließendes Wasser wurden nach Angaben des Planungsbüros inzwischen gutachterlich untersucht. Vorgesehen ist unter anderem eine Mulde entlang der nördlichen Baugrenze. Außerdem müssen die neuen Gebäude mindestens 30 Zentimeter über dem Straßenniveau errichtet werden. Die Gemeinde betont, dass sich die Situation für die bestehenden Anwohner durch das Baugebiet nicht verschlechtern soll.
Bei dem Projekt kommt erstmals in Burgberg die seit 2023 geltende Richtlinie zur sozialgerechten Bodennutzung zum Einsatz. Die Grundstückseigentümer sollen demnach 60 Prozent der Erschließungskosten übernehmen, die Gemeinde trägt 40 Prozent. Außerdem soll die Gemeinde rund 40 Prozent der Fläche – etwa 2.000 Quadratmeter – erwerben. Dort sollen zwei Doppelhäuser entstehen, deren Baugrund anschließend zu guten Konditionen an Einheimische verkauft werden soll.
Die Gemeinde begründet das Vorhaben mit dem weiterhin hohen Wohnraumbedarf in Burgberg. Der überarbeitete Bebauungsplan wird vom 13. August bis zum 25. September 2026 öffentlich ausgelegt. In dieser Zeit können Bürgerinnen und Bürger die Unterlagen einsehen und Stellungnahmen abgeben.
Geschrieben von: Leon Dauter