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Mit einer Protestaktion haben Naturschützer am Montag gegen den geplanten Neubau der Scheidtobelbahn am Fellhorn demonstriert. Mitglieder des Landesbund für Vogel- und Naturschutz machten mit einem Banner auf ihre Kritik an dem Vorhaben aufmerksam.

Der Verband befürchtet nach eigenen Angaben erhebliche Auswirkungen auf die Natur. Besonders betroffen sei das vom Aussterben bedrohte Birkhuhn. Durch den Bau des neuen Sessellifts und weitere geplante Pistenarbeiten könnten wichtige Winterlebensräume verloren gehen und Balzplätze der Tiere gestört werden.
Bereits Ende März hatte der LBV einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Augsburg eingereicht. Verbandsvorsitzender Norbert Schäffer kritisierte den begonnenen Bau scharf. Aus Sicht des Verbandes würden mit dem Baustart Tatsachen geschaffen, bevor das Gericht über den Antrag entschieden habe. Mit einer Entscheidung wird in den kommenden Tagen gerechnet.
Das zuständige Landratsamt verweist dagegen darauf, dass die neue Scheidtobelbahn weitgehend auf der Trasse der bestehenden Anlage errichtet werde. Zwar soll die neue Bahn durch die Verlegung von Tal- und Bergstation rund 320 Meter länger werden, eine förmliche Umweltverträglichkeitsprüfung sei nach aktueller Rechtslage jedoch nicht erforderlich.
Auch der Geschäftsführer des LBV, Helmut Beran, sieht das anders. Er spricht von einer Neuschaffung von Ski-Infrastruktur, die aus seiner Sicht nicht genehmigungsfähig sei. Unterstützung erhält die Kritik vom Bund Naturschutz in Bayern. Hintergrund ist, dass das Projekt als erstes in Bayern von vereinfachten Regelungen des dritten bayerischen Modernisierungsgesetzes profitieren könnte.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu fellhorn naturschutz sessellift