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Aktuelles

Nach 2:0-Sieg gegen FC Augsburg II: FC Memmingen will Drittliga-Lizenz beantragen

today8. November 2026

Hintergrund
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Es ist ein Tag für die Vereinsgeschichte: Mit einem 2:0 Auswärtserfolg beim FC Augsburg II hat sich der FC Memmingen vorzeitig die Herbstmeisterschaft der Regionalliga Bayern gesichert. Zwar ein inoffizieller Titel, der dennoch nicht nur emotionale Wirkung hat.

Bild: Hannah Brenner

Die Protagonisten, die eine so erfolgreiche Saison spielen, erfuhren es als Erste: FCM-Sportvorstand Serge Ahrens gab der Mannschaft im obligatorischen Spielerkreis nach dem Abpfiff bekannt, dass der Verein die Lizenz für die 3. Liga beantragen will. Damit bestätigt sich, was Präsident Andreas Minkenberg mit der Aussage „Die Mannschaft hat keine Bremse“ kürzlich bei einem Sponsorenabend des Clubs schon angedeutet hatte. Das bedeutet: Der FC Memmingen peilt die Meisterschaft an und steigt in die aufwändige und herausfordernde Arbeit ein, um über den Winter bis spätestens 1. März 2027 fristgerecht einen Antrag beim Deutschen Fußballbund für die 3. Liga einzureichen. Ein deutliches Signal für die Spieler, das Umfeld und den Sponsorenkreis. Das Fußball-Märchen soll weitergeschrieben werden.

Für das neue Selbstbewusstsein spricht auch, dass T-Shirts mit dem Aufdruck „Herbstmeister“ schon bereit lagen. Dazu hätte im altehrwürdigen Rosenaustadion bei der zuletzt viermal ungeschlagenen Augsburger Bundesliga-Reserve schon ein Unentschieden gereicht. Aber Memmingen macht heuer einfach Memmingen-Sachen und genau dort weiter, was in den vorangegangenen Auswärtsspielen auch schon gelungen ist. Nämlich hinten äußerst stabil zu stehen und wenn es gefährlich wird mit Dominik Dewein einen exzellenten Torhüter zu haben. Der 27-jährige entschärfte zwei hochkarätige FCA-Chancen. Und vorne? Es war wieder das Lauern auf den einen entscheidenden Fehler des Gegners. In der ersten Halbzeit war noch Pech dabei, als der Schuss von Fabian Lutz vom Innenpfosten entlang der Torlinie mit kuriosem Drall noch irgendwie ins Toraus kullerte. In der 67. Minute war es so weit. Luis Pfaumann mit schnellem Antritt über die linke Seite, Pass zur Mitte und Lutz machte das Ding. Vielleicht spielt dann immer noch ein Stück Psychologie mit. Eine eigene Führung hat der FCM in dieser Spielzeit noch nicht aus der Hand gegeben.

FCA-Trainer Markus Feulner sprach respektvoll von einem verdienten Gästesieg in einer langen ausgeglichenen Partie: „Memmingen war die Mannschaft die weniger Fehler gemacht hat, die erste Situation von uns dann auch genutzt hat. Und dann ist es einfach schwer gegen eine Mannschaft zu spielen, die so kompromisslos verteidigt und die immer wieder gefährliche Kontersituationen hat“. Dass es nicht das siebte 1:0, sondern ein 2:0 wurde, lag an Kim Paschek, der im Zusammenspiel mit Lukas Rietzler kurz vor Schluss mit seinem Treffer den Deckel draufmachte. Rietzler feierte nach einer Schulterverletzung mit seiner Einwechslung kurz nach der Halbzeitpause ein gelungenes Comeback.
Die Saison-Halbzeitbilanz des FCM liest sich imposant: Alle neun Auftritte in der Fremde wurden in der Vorrunde gewonnen, der bislang vom FC Bayern München II gehaltene Auswärtsrekord von neun gewonnenen Spielen eingestellt. Und sogar noch verbessert: Nur zwei Gegentreffer auf gegnerischen Plätzen sind beeindruckend. Insgesamt stand in 12 von 18 Punktspielen hinten den Null. Trainer Matthias Günes zeigt sich sichtlich bewegt: „Den FC Memmingen gibt es seit 119 Jahren und ist bei uns im Allgäu ein besonderer Verein. Das hat es noch nie gegeben, dass wir in der Regionalliga Herbstmeister waren und das ist schon etwas, wo wir miteinander für den Moment ein Stück weit stolz sein können.“

(PM: FC Memmingen)

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Geschrieben von: se

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