Listeners:
Top-Hörer:
AllgäuHIT
play_arrow
AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
Groß war der Andrang der Motorrad- und Fahrradfahrerinnen und –fahrer, die am Sonntag während der Heiligen Messe im Freien vor dem Pfarrhaus den Segen und ein reflektierendes Schnappband von Dekan Karl-Bert Matthias erhielten.

Mehrere Dutzend Fahrzeuge hatten sie an der Rainwaldstraße in Oberstaufen zum Spalier aufgestellt. Zahlreiche Gläubige waren zu diesem besonderen, von den Musikern von „Fink hoch 4“ musikalisch gestalteten Motorradgottesdienst mit anschließender Ausfahrt mit den Apostl Bikern Oberstaufen in den Schrothkurort gekommen. Hier fand zudem im Ortszentrum das Frühlingsfest statt.
„Petrus muss ein Biker sein, weil er uns zwischen den beiden Schlechtwetterphasen heute Sonnenschein schickt“, freute sich der Dekan, der selbst Motorrad fährt und sein Bike direkt neben dem improvisierten Altar aufgestellt hatte. Hier fand sich auch ein Helm, den Pfarrer Matthias als rund, wie eine Kugel beschrieb. Die Kugel symbolisiere Vollkommenheit. Gott sei wie ein Motorradhelm, weil er vollkommen sei, deutete er dieses Bild weiter: „Der Helm und Gott schützen uns. Das ist der allerbeste Schutz“, so der Geistliche. Gott sei jedoch nicht verantwortlich für unser Tun und der erteilte Segen sei kein Freibrief. Vielmehr gelte es als Biker, verantwortungsvoll zu fahren und für die anderen Verkehrsteilnehmer mitzudenken. „Wir haben keine Knautschzone“, bemerkt er. Der Dekan bat Gott weiter um seinen Schutz und formulierte: „Gott, sei du der Motor, sei du die Bremse, lege du den Gang ein, sei du mein Sprit, sei du das Öl“. Pfarrer Matthias dankte auch dem Chef der Staufner Apostl Biker, Jürgen Eller, der ihn bei der Organisation des Gottesdienstes mit seinen Clubkollegen unterstützt hat. Eller richtete sich an die Versammelten und war erfreut über die große Beteiligung. „Schön, dass der Zusammenhalt und die Gemeinschaft unter Bikern so groß sind.“ Sein Dank ging an Dekan Matthias, der mittlerweile der „Don Camillo“ von Oberstaufen geworden sei und den Club tatkräftig unterstütze.
Bei der Segnung der Fahrzeuge traf der Geistliche auf zahlreiche Einheimische, aber auch auf Bikerinnen und Biker aus anderen Orten des Allgäus, unter ihnen hatte sich eine große Abordnung der Staufner „Apostl Biker“ versammelt. „Es ist sicher gut, für die kommende Saison gesegnet zu sein“, meinte ein Vertreter. Urlauber aus Heinsberg, dem Rhein-Erft-Kreis, dem angrenzenden Vorarlberg und aus anderen Regionen sowie auch die E-Bikefahrer und Radler freuten sich darüber, dass der Dekan ihre Gefährte segnete. Schwester Gudrun, die Leiterin des Kinderheims Kalzhofen, hatte einige ihrer Schützlinge mitsamt deren Rädern im Schlepptau. Sie empfingen den Segen und freuten sich über die Schnappbänder. „Man muss schon selbst beim Fahren aufpassen, doch ein wenig Schutz von oben hilft bestimmt“, so die Meinung der vielen Gottesdienstbesucherinnen und Besucher.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu besucher fahrradsegnung oberstaufen