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Aktuelles

Lindau: Hundewelpen an dubiosem Ort zum Verkauf angeboten – Bundespolizei nimmt mutmaßlichen Betrüger vorläufig fest

today1. Juli 2026 3

Hintergrund
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Am Freitag (26. Juni) hat die Bundespolizei im Stadtgebiet Lindau nach Hinweisen ein Fahrzeug mit fünf Hundewelpen kontrolliert. Die Papiere der Hunde wiesen augenscheinliche Fälschungsmerkmale auf. Die Beamten schalteten das Veterinäramt ein. In der Nacht führten Bundespolizisten am Grenzübergang Lindau bei den Insassen von zwei zeitlich unabhängig voneinander aus Österreich einreisenden Fahrzeugen mit schweizer Zulassung Einreisebefragungen durch. Beide Fahrer gaben an, in derselben Nacht im Stadtgebiet Lindau jeweils einen Hundewelpen kaufen zu wollen. Aufgrund der Vorfälle mit Hundewelpen in der jüngeren Vergangenheit, des eher dubiosen Verkaufsortes und der ungewöhnlichen Verkaufszeit wollten die Bundespolzisten den Sachverhalt überprüfen.

Dubioser Welpenverkauf bei Lindau / Foto: Bundespolizei

An einer Tankstelle in Lindau, dem vereinbarten Übergabeort, registrierte die mittlerweile personell verstärkte Streife zwei Stunden später nicht nur die beiden zuvor beim Grenzübertritt kontrollierten Fahrzeuge, sondern auch einen Transporter mit ungarischer Zulassung, das mutmaßliche Transportfahrzeug der Welpen.

Die Bundesbeamten kontrollierten es und fanden auf der Ladefläche sechs Hundekäfige vor, von denen einer leer war. Der 50-jährige ungarische Fahrer und sein 22-jähriger landsmännischer Beifahrer gaben an, einen Hund bereits in Österreich verkauft zu haben, während sie den Beamten die Papiere der Tiere aushändigten. Bereits vor Ort hatten die Bundespolizisten Bedenken zur Echtheit dieser Dokumente. Zudem machte der Gesamtzustand der Tiere und des Transportes augenscheinlich einen für einen Tiertransport unzureichenden Eindruck. Die beiden Ungarn mussten ihre wertvolle Fracht mit zum Bundespolizeirevier Lindau bringen, wo die Beamten die Dokumente weiter überprüften und das Fahrzeug näher in Augenschein nahmen. Die Hundewelpen wurden währenddessen durch versierte Beamte der Dienststelle betreut.
Das in den frühen Morgenstunden hinzugezogene Veterinäramt prüfte Dokumente und Tiere und hatte ebenfalls einige Zweifel. Zudem befand sich unter den Hunden ein Bullterrier, dessen Einfuhr nach Deutschland verboten ist.
Bei den Ermittlungen stellten die Bundespolizisten fest, dass der Fahrer bereits 2023 in einem anderen, gleichgearteten Fall wegen Urkundenfälschung und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz an der tschechischen Grenze beanzeigt wurde.

Von den rund 3.300 Euro an mitgeführtem Bargeld musste der 50-Jährige nach Anordnung der Staatsanwaltschaft Kempten 3.200 Euro als Sicherheitsleistung abgeben. Die Bundespolizisten zeigten den Mann wegen schwerer Urkundenfälschung sowie schweren Betrugs an und übergaben ihn zuständigkeitshalber an die Polizeiinspektion Lindau, die weitere Vergehen prüft.

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Geschrieben von: Redaktion

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