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Das Klinikum Memmingen setzt auf noch mehr Sicherheit rund um Geburten: Mitarbeitende aus Gynäkologie, Anästhesie, Kinderklinik und Geburtshilfe trainieren künftig gemeinsam den Ernstfall. Dafür wurde ein neues multiprofessionelles Notfalltraining eingeführt.

Das sogenannte PROMPT-Training steht für „Praktisches geburtshilfliches multiprofessionelles Training“ und wurde ursprünglich in Großbritannien entwickelt. Dabei werden seltene, aber lebensbedrohliche Komplikationen rund um eine Geburt realitätsnah simuliert.
Geübt werden unter anderem schwere Blutungen der Mutter, ein Kreislaufkollaps oder eine sogenannte Schulterdystokie – also eine Situation, bei der der Schultergürtel des Babys während der Geburt feststeckt und eine schnelle medizinische Reaktion erforderlich ist.
Im Mittelpunkt des Trainings stehen neben medizinischen Abläufen vor allem Kommunikation, klare Aufgabenverteilung und Zusammenarbeit unter Zeitdruck. „Im Ernstfall dürfen wir keine Zeit durch Abstimmungsschwierigkeiten verlieren“, erklärt PROMPT-Trainer und Oberarzt Dr. Michael Laupheimer.
Auch Hebamme Jana Jung, ebenfalls PROMPT-Trainerin am Klinikum Memmingen, betont die Bedeutung des Trainings: Entscheidend seien nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch ein gutes Situationsbewusstsein und eine funktionierende Kommunikation im Team.
Mehrere Mitarbeitende des Klinikums wurden dafür speziell zu PROMPT-Trainerinnen und -Trainern ausgebildet. Mit regelmäßigen Schulungen soll die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche weiter verbessert und die Patientensicherheit bei Geburten zusätzlich erhöht werden.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Klinikum Memmingen Training