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Auf dem „Grünen Hügel“ in Bayreuth lief am Freitagabend bei den Wagner-Festspielen die Oper „Rheingold“. Auf dem grünen Rasen nicht weit entfernt spielte fußballerisch die Musik und der FC Memmingen schickte sich an im Hans-Walter-Wild-Stadion seine eigenen Festspiel-Wochen in der noch jungen Regionalliga-Saison fortzuschreiben. Nach einem 3:1 (2:1) Auswärtssieg grüßt die Mannschaft von Trainer Matthias Günes erst einmal von der Tabellenspitze.

Nach drei Siegen in den ersten drei Punktspielen sicher nur eine Momentaufnahme – aber eine äußerst schöne. Die „Oldschdod“ ´(Altstadt) wie die Spielvereinigung im fränkischen Volksmund bezeichnet wird, war mit zwei Auftaktsiegen ebenfalls erfolgreich gestartet. Dementsprechend erwartungsfroh war der Anhang. Über 2.200 Zuschauer sorgten für eine gute Kulisse. Davon unbeeindruckt zeigten sich die Gäste in den Anfangsminuten und legten früh vor. Nach einem zunächst abgewehrten Freistoß von Constantin Kresin traf mit einem fulminanten Nachschuss aus der zweiten Reihe Youngster Luan Fusaro zum 0:1 (7. Minute). Der erste Viertliga-Treffer des 18-jährigen Talents. Bayreuth machte nach dem Rückstand Druck und kam im Anschluss an eine Ecke durch Niklas Jeck zum 1:1 Ausgleich (34.). Doch hinten erwiesen sich die Hausherren als fehleranfällig und Memmingen sehr effizient. Jeck verlor den Ball an Luis Pfaumann und der zeigte bei hochsommerlichen Temperaturen cool und sorgte für die erneute FCM-Führung (40.).
„Wir haben brutal viel arbeiten, brutal viel verteidigen müssen. Fakt ist aber, dass das was wir machen mussten, sehr gut gemacht haben, sah Trainer Matthias Günes zunächst eine zweite Hälfte, in der Bayreuth eigentlich dem 2:2 näher war, als die Allgäuer dem dritten Treffer. Aber Pfaumann zeigte sich noch einmal kaltschnäuzig und abgezockt, als er bei einem Rückpass von Denis Latifovic dazwischen spitzelte. Die Entscheidung mit dem 3:1 (71.) durch den aus Illertissen gekommenen Stürmer war fast eine Kopie seines vorangegangenen Treffers.
„Es war ein sehr anstrengendes Spiel gegen einen richtig guten Gegner. Der Sieg geht trotz der Tatsache, dass wir die meiste Zeit verteidigt haben, in Ordnung“, war Günes am Ende hochzufrieden, dass es nach acht Jahren wieder mit einem Sieg gegen Bayreuth geklappt hat. Sein Gegenüber Lukas Kling, aus seiner Zeit als Spieler des FV Illertissen wohlbekannt, rüttelte auch nicht an Günes Fazit: „Ein verdienter Sieg. Wir haben Memmingen komplett in die Karten gespielt. Das haben sie gut gemacht. Trotzdem ein Kompliment an meine Mannschaft, wie sie die Saison gestartet hat.
„Rheingold“ war bei den Bayreuther Wagner-Festspielen übrigens der Auftakt zur Tetralogie des „Ring des Nibelungen“, dessen Helden bekanntlich tragisch enden. Wie für den FC Memmingen die Geschichte in dieser Saison weitergeht, ist noch offen. Es stehen noch lange 35 Akte, sprich Spiele, an – das nächste am kommenden Freitag gegen die Münchner „Löwen“ in der bereits mit 5.000 abgesetzten Karten restlos ausverkauften Arena an der Bodenseestraße.
(PM: FC Memmingen)
Geschrieben von: Stefanie Eller
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