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Nach drei Siegen mit 1:0 ist die Erfolgsserie des FC Memmingen in der Regionalliga Bayern vorerst wieder gerissen. Als Tabellenführer ging es gegen Vorjahres-Meister 1. FC Nürnberg II, der sich vor 817 Zuschauern schließlich mit 2:1 (0:0) durchsetzte.

Mann, besser gesagt Junge des Tages, war das Club-Juwel Marko Sodic, der beide Treffer für die Nürnberger Zweitliga-Reserve erzielte. Auch der Memminger Treffer ging auf das Konto der Gäste, als Kapitän Fabian einen Kopfball zum 1:1 Zwischenstand in die eigenen Maschen lenkte. In der ersten Hälfte hatte die Nürnberger Zweitliga-Reserve, die keineswegs wie ein Tabellenzwölfter auftrat, erwartungsgemäß mehr Ballbesitz. Der FC Memmingen hatte aber einige Umschaltmomente und daraus durchaus gefährliche Situationen. In einem gutklassigen Regionalliga-Spiel mangelte es allein einmal mehr zuhause an der Chancenverwertung. Bis hierhin waren sich beide Trainer noch einig. Auf den Bänken ging es später emotional zu und auch hinterher hatte sich Matthias Günes (FC Memmingen) und Andreas Wolf (Nürnberg) noch was zu sagen, wenngleich sich das Geschehen bis zur Pressekonferenz wieder beruhigte. Die Meinungen ging aber dennoch weiter auseinander. Für Günes war es eine unglückliche Niederlage – nach einem zugegebenermaßen glücklichen 1:0 Erfolg unter der Woche in Fürth. Für Wolf wiederum ein verdienter Sieg.
Mit dem für Günes „gefühlt ersten Torschuss“ waren die Gäste in Führung gegangen. Aus einem nicht berechtigen Freistoß entstand in der Folge Verwirrung in der Abwehr der Hausherren. Die Unkonzentriertheit führte der Trainer darauf zurück, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit der Belastung der „englischen Woche“ Tribut zollen musste. Nürnberg war nicht im Einsatz und ging ausgeruht in die Partie. Und hatte mit Soldic einen erst 16-jährigen Vollstrecker, der es beim 0:1 auch Klasse machte (54. Minute).
Memmingen biss sich zurück und kam zum Ausgleich, als Nürnbergs mit Gesichtsmaske spielender Kapitän Fabian Menig beim 1:1 einen Rettungsversuch in die eigenen Maschen setzte (70.). „Wir erzwingen wir mit sehr viel Leidenschaft wieder den Ausgleich“, so Günes „aber in den letzten zehn, fünfzehn Minuten hat man gemerkt, dass die Nürnberger ein Stück weit frischer waren“. Drei Minuten vor Ende der offiziellen Spielzeit krönte Soldic seinen bemerkenswerten Auftritt mit dem 1:2, als FCM-Torhüter Dominik Dewein zwar stark eine Flanke parierte, seine Faustabwehr aber direkt vor den Füßen des jungen Cluberers landete.
Die fast sechsminütige Nachspielzeit hatte noch einiges an Spektakel zu bieten. Der auf Memminger Seite überragende Max Zeller fiel im Strafraum. Gegenpart Abu El Haija winkte aber ab und auch Schiedsrichter Alexander Schuster sah die Situation nicht strafstoßwürdig. Elfmeter scheint der FCM in dieser Saison wohl keinen zu bekommen. Im Gegenzug lupfte der eingewechselte Eliyah Rau den Ball nur an den Pfosten und verpasste das 1:3, wie auch auf der anderen Seite Rufus Roth das 2:2, weil dessen Schuss gerade noch ins Toraus gelenkt wurde. Dewein ging mit nach vorne, verpasste es aber bei einem Fallrückzieher an den Ball zu kommen.
Dem 1. FC Nürnberg gelang somit der dritte „Dreier“ in Serie. So langsam arbeitet sich der „kleine Club“ nach dem verkorksten Saisonstart in der Tabelle vor. Ganz oben steht, trotz der Niederlage, aber weiter erst einmal der FC Memmingen, für den die „fränkischen Woche“ am nächsten Freitag (19 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim SC Eltersdorf weitergehen.
(PM: FC Memmingen)
Geschrieben von: Stefanie Eller
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