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Der Einzelhandel in Bayern steht weiterhin vor Herausforderungen. Auch in Schwaben zeigt sich der Trend: Während der stationäre Handel mit sinkenden Umsätzen kämpft, legt der Versand- und Internethandel weiter zu.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik ist der Umsatz im bayerischen Einzelhandel ohne Kraftfahrzeughandel im Mai 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um 1,0 Prozent gestiegen. Bereinigt um Preisveränderungen liegt der Umsatz allerdings 0,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel um 1,6 Prozent zurückgegangen.
Besonders betroffen ist der klassische Einzelhandel mit Geschäften vor Ort: Der Umsatz im stationären Handel sank im Mai 2026 nominal um 2,6 Prozent, real sogar um 3,7 Prozent. Auch die Beschäftigtenzahl ging zurück. Anders sieht es beim Onlinehandel aus: Der Versand- und Internet-Einzelhandel konnte seinen realen Umsatz um mehr als sechs Prozent steigern.
Auch der Lebensmittelhandel verzeichnete Rückgänge. Der Umsatz sank im Vergleich zum Mai 2025 real um 3,8 Prozent, während der Nicht-Lebensmittelhandel real leicht um 1,0 Prozent zulegen konnte.
Für Schwaben bedeutet die Entwicklung: Händlerinnen und Händler in Innenstädten und Einkaufszentren stehen weiterhin unter Druck, während digitale Verkaufswege immer stärker an Bedeutung gewinnen. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 konnte der bayerische Einzelhandel insgesamt zwar ein reales Umsatzplus von 1,2 Prozent erzielen – die Zahl der Beschäftigten ging jedoch um 1,4 Prozent zurück.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Einzelhandel onlinehandel Umsatz