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Ein bitteres, aber hochdramatisches Ende bei der Hyrox-Weltmeisterschaft in Stockholm: Der Allgäuer Titelverteidiger Tim Wenisch aus Dietmannsried hat seinen WM-Titel nur hauchdünn verpasst.

Bis zur letzten Station des Rennens lag der 27-Jährige noch voll im Kampf um Gold. Erst bei den abschließenden Wallballs wurde das Rennen komplett auf den Kopf gestellt: Der US-Amerikaner Dylan Scott arbeitete sich mit einem beeindruckenden Schlussspurt von Platz sechs kommend nach vorne und überholte Wenisch kurz vor dem Ziel.
Scott selbst sprach anschließend von einem kaum fassbaren Sieg und betonte, er habe selbst nicht mehr mit dem Angriff auf die Spitze gerechnet. Auch im Stadion und im Livestream war der Ausgang für viele Zuschauer überraschend, da sich früh im Rennen ein Favoriten-Trio um Wenisch, den US-Amerikaner Hunter McIntyre und den Österreicher Alexander Roncevic abgesetzt hatte.
Nach einem intensiven Rennverlauf wechselte die Führung mehrfach, ehe die Entscheidung auf den letzten Metern fiel. Für Wenisch blieb am Ende ein enttäuschender, aber kämpferischer Auftritt, der zunächst sogar noch durch eine spätere Zeitstrafe zusätzlich beeinflusst wurde.
Trotz der verpassten Titelverteidigung zeigte sich der Allgäuer im Anschluss dankbar für die Saison und das Rennen – und machte deutlich, dass er auch künftig wieder ganz vorne angreifen will.
Geschrieben von: Leon Dauter