Listeners:
Top-Hörer:
AllgäuHIT
play_arrow
AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat gestern gemeinsam mit Vertretern der Bundeswehr im Fliegerhorst Kaufbeuren offiziell die Pläne für das neue deutsche Raketenabwehrsystem „Arrow“ vorgestellt. Dabei wurde bestätigt, dass in Kaufbeuren ein zentraler Teil des Systems stationiert wird: das Radarsystem.

Dieses Radar soll künftig feindliche Mittel- und Langstreckenraketen frühzeitig erkennen. Der eigentliche Abschuss der Abwehrraketen erfolgt später von einem zweiten Standort am Lechfeld südlich von Augsburg. Insgesamt sind in Deutschland drei Standorte für das System vorgesehen.
Nach Angaben der Bundeswehr ist „Arrow“ ein zentraler Baustein der künftigen Luftverteidigung. Die Reichweite der Abwehrraketen soll bei bis zu 2.400 Kilometern liegen, zudem können Ziele in über 100 Kilometern Höhe außerhalb der Erdatmosphäre bekämpft werden. Das System gilt damit als sogenannter „Iron Dome für Deutschland“.
Die Inbetriebnahme ist für 2029 geplant, die Fertigstellung soll 2028 erfolgen. Die Kosten für das israelische Abwehrsystem belaufen sich auf rund 3,6 Milliarden Euro. Parallel soll auch die Region von Investitionen in Höhe von über 80 Millionen Euro profitieren.
Der genaue Standort des Radars in Kaufbeuren wurde bei der Vorstellung nicht genannt. Laut Bundeswehr handelt es sich um eine strategische Entscheidung, die auch vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges getroffen wurde.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Arrow radar Raketenabwehr