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Politik

Gehring: Leistungsfähige Bahnstrecke muss elektrifiziert sein

today6. Dezember 2021

Hintergrund
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Die Elektrifizierung der Bahnstrecke im Allgäu, das in dieser Hinsicht auch gerne mal als „Dieselloch“ bezeichnet wird, stagniert. Das hat nicht nur Folgen für die Umwelt, sondern auch für die Bahnreisenden – da nur noch wenige Dieselzüge nach München einfahren dürfen – der guten Luft wegen – heißt es für die meisten Bahnfahrer aus dem Allgäu nach München Umsteigen in Buchloe. Einer, der seit vielen Jahren für die Elektrifizierung der Bahnstrecke im Allgäu kämpft ist der Allgäuer Landtagsabgeordnete der Grünen Thomas Gehring. AllgäuHIT hat mit Thomas Gehring gesprochen.

Herr Gehring, wichtig wäre die Elektrifizierung der Bahnstrecke für das Allgäu?

Thomas Gehring: "Wir hatten ein Fachgespräch mit Professoren der TU Dresden, die ganz eindeutig sagen: Nur eine Bahn, die elektrifiziert ist, ist leistungsfähig. Wenn wir also im Allgäu mehr Fernzüge bekommen wollen – gerade nach Oberstdorf und hier vor allem im touristischen Bereich – wenn wir eine bessere Verbindung nach München wollen, wenn wir zusätzliche Haltestellen haben wollen zum Beispiel zwischen Oberstdorf und Kempten, dann muss die Bahn elektrifiziert werden, denn nur dann ist die Bahn leistungsfähig und wir können die Bahn im Allgäu verbessern und ausbauen."

Müsste die Strecke dazu vollständig elektrifiziert sein?

Thomas Gehring: "Nein. Wichtig ist natürlich die Elektrifizierung bestimmter Stammstrecken wie die Strecke Ulm-Kempten-Oberstdorf, oder auch die Strecke Buchloe-Kaufbeuren-Kempten. Es sind aber auch Passagen möglich, in denen keine Oberdraht ist, wo dann ein batteriebetriebener Zug fahren kann. Die Batterie lädt sich auf, wenn der Zug mit Oberleitung fährt, ohne Oberleitung kann der Zug dann batteriebetrieben fahren. Das wäre im Unterschied zu wasserstoffgetriebenen Zügen die bessere Alternative für uns im Allgäu, haben die Gespräche mit den Experten der TU München ergeben."

Setzen Sie in dieser Frage auch Hoffnung in die künftige Regierung?

Thomas Gehring: "Im Koalitionsvertrag steht zum Thema Mobilität, dass die Elektrifizierung ausgebaut werden soll, bis 2030 sollen 75 Prozent der Bahnstrecken in Deutschland elektrifiziert sein. Auch sollen alternative Antriebstechnologien gefördert werden. Nun müssen wir im Allgäu schauen, dass wir bei diesen 75 Prozent mit dabei sind. Dazu müssen wir uns einstimmig über alle Fraktionen und Parteien daür einsetzen."

Wo wir gerade dabei sind – wie sehen Sie das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen?

Thomas Gehring: "Aus grüner Sicht würde ich sagen, wir sind drei Parteien die verhandelt haben, wir sind nicht die Größte Partei, wir haben sind nur ein Prozent besser als die FDP. Es kann nur ein Kompromiss herauskommen und man muss Zugeständnisse machen. Insgesamt bin ich aber zufrieden. Ich denke es ist uns gelungen, in einigen Teilen eine grüne Handschrift erkennen zu lassen: im Bereich der Energiewende sind die Ziele ehrgeizig, bis 2030 soll 80 Prozent der Energie regenerativ erzeugt werden, auch der Kohleausstieg soll bis 2030 passieren. Ebenso sind beim Thema Umbau der Industrie in Richtung Klimaschutz ehrgeizige Ziele genannt. Insgesamt  also wichtige Punkte, in denen die Grünen und auch die Grünen Ministerinnen und Minister handeln können und wir auch im Bereich Klimaschutz vorankommen können."

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Geschrieben von: Redaktion

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