AD
play_arrow

keyboard_arrow_right

Listeners:

Top-Hörer:

skip_previous skip_next
00:00 00:00
playlist_play chevron_left
volume_up
  • play_arrow

    AllgäuHIT

  • cover play_arrow

    AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie

  • cover play_arrow

    „Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger

  • cover play_arrow

    „Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger

Politik

Nach Führerschein-Reform: Stracke tauscht sich mit Fahrschulen aus der Region aus

today29. Mai 2026

Hintergrund
share close
AD

Der Führerschein soll künftig günstiger werden – ohne Abstriche bei Qualität und Verkehrssicherheit. Nach dem Kabinettsbeschluss zur geplanten Reform der Fahrschulausbildung hat sich der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) mit Fahrschulen aus der Region ausgetauscht.

Bildunterschrift: Klare Botschaft mit Augenmaß: Mit einem Stoppschild machten Fahrlehrer aus der Region im Gespräch mit Stephan Stracke (CSU) auf ihre Sorgen zur Führerscheinreform aufmerksam. Im Mittelpunkt standen Ausbildungsqualität, Sonderfahrten und Verkehrssicherheit. Bildquelle: Abgeordnetenbüro/Andrea Friebel

An dem Gespräch nahmen Helmut und Anna Folter von der Fahrschule Folter in Kaufbeuren, Oliver und Nicole Grella von der Fahrschule Ruppert in Untermeitingen sowie Haci Mete und Bianca Kusterer von der Fahrschule Low Fly in Kaufbeuren teil.

Stracke betonte dabei die Bedeutung des Führerscheins gerade im ländlichen Raum: „Gerade im ländlichen Raum ist der Führerschein für viele junge Menschen Voraussetzung für Ausbildung, Beruf und Selbstverwirklichung. Deshalb darf er nicht zum Luxusgut werden. Zugleich gilt aber: Günstiger darf nicht schlechter heißen. Am Ende geht es um Sicherheit im Straßenverkehr.“

Die Reform sieht unter anderem vor, dass der Theorieunterricht künftig vollständig digital möglich sein soll. Die bisherige Präsenzpflicht würde damit entfallen. Außerdem sollen der Fragenkatalog der Theorieprüfung verkleinert und Preise sowie Erfolgsquoten der Fahrschulen transparenter werden.

Auch bei der praktischen Ausbildung sind Änderungen geplant. Bisher müssen Fahrschüler zwölf verpflichtende Sonderfahrten absolvieren – darunter Überland-, Autobahn- und Nachtfahrten. Künftig soll jeweils nur noch eine Sonderfahrt pro Bereich vorgeschrieben sein. Weitere Fahrten sollen je nach Ausbildungsstand vom Fahrlehrer entschieden werden.

Zusätzlich ist eine sogenannte Experimentierklausel geplant. Nach österreichischem Vorbild könnten Bundesländer erlauben, dass Fahrschüler nach bestandener Theorieprüfung und ersten Fahrstunden zusätzliche private Fahrpraxis sammeln. Vorgesehen sind dabei mindestens 1.000 Kilometer mit Begleitpersonen und ein Fahrtenprotokoll. Die Änderungen könnten Anfang 2027 in Kraft treten.

Die anwesenden Fahrlehrer machten deutlich, dass sie Reformen grundsätzlich offen gegenüberstehen. Digitale Angebote könnten die Ausbildung sinnvoll ergänzen, dürften den persönlichen Unterricht jedoch nicht ersetzen. Gerade im Theorieunterricht gehe es auch um Austausch, Einschätzung und Verantwortungsbewusstsein.

Kritik gab es vor allem an den geplanten Kürzungen bei den Sonderfahrten. Fahrten auf der Autobahn, außerorts oder bei Dunkelheit seien besonders anspruchsvoll und deshalb wichtig für die Ausbildung. Die zentrale Botschaft der Fahrschulen lautete: „Praxis und Theorie gehen Hand in Hand.“

Außerdem äußerten die Fahrschulen die Sorge, dass kleinere Betriebe gegenüber großen digitalen Anbietern benachteiligt werden könnten. Stracke sicherte zu, die Erfahrungen aus der Praxis in die weiteren Beratungen mitzunehmen: „Es ist wichtig, die Erfahrungen der Praxis ernst zu nehmen. Bei Sonderfahrten, Theorieunterricht und privater Fahrpraxis werden wir bei den Beratungen genau hinschauen.“

AD

Geschrieben von: Leon Dauter

Rate it
AD
AD
AD
AD