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Polizei

Allgäu: Zahlreiche Polizeikontrollen am Sicherheitstag der Polizei

today13. Oktober 2022

Hintergrund
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Am 11. Oktober fand auch im Allgäu der länderübergreifende Sicherheitstag der Polizei statt. Die bayerische Polizei will mit diesem Aktionstag der Bevölkerung die Möglichkeit geben, ihr bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Im Rahmen des Tages fanden im gesamten Allgäu verschiedene Kontrollaktionen statt, auch informierte die Polizei in mehreren Gemeinden an Infoständen über ihre Arbeit.

Am Dienstag fand der länderübergreifende Sicherheitstag statt. Neben Bayern beteiligten sich auch noch die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland. In Bayern führte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West den Tag unter dem Motto #WirZeigenEinsatz durch.

Verkehrskontrollen, Schulwegkontrollen, Fahndungskontrollen, Geschwindigkeitskontrollen, Personenkontrollen an Bahnhöfen und am Allgäu Airport in Memmingen, Infostände in verschiedenen Gemeinden: Am länderübergreifenden Sicherheitstag der Polizei waren im gesamten Allgäu Polizeibeamte präsent. Es beteiligten sich über 30 Dienststellen an der Aktion, etwa 420 Einsatzkräfte kamen bei fast 100 Kontrollstellen und Präventionsveranstaltungen im Zeitraum zwischen 6 Uhr und 24 Uhr zum Einsatz, auch Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei waren an der Aktion beteiligt. Die Bevölkerung konnte so einen guten Eindruck vom umfassenden Aufgabenspektrum der bayerischen Polizei erhalten.

Unter den durchgeführten Fahndungs- und Kontrollaktionen befanden sich ganzheitliche Kontrollstellen für den Personen- und Fahrzeugverkehr an überregionalen Verkehrswegen wie der A7, und der A8 sowie an mehreren Bundesstraßen. Daneben fanden Geschwindigkeitskontrollen an Unfallschwerpunkten und zur Schulwegüberwachung, aber auch Jugendschutz-, Rotlichtmilieu- und Gaststättenkontrollen und Maßnahmen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls statt.

An mehreren Infoständen, unter anderem in Füssen, Sonthofen und Lindau, informierten Polizeibeamte über verschiedene Aspekte der Polizeiarbeit. Im Rahmen von mehreren Präventionsveranstaltungen konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über Themen wie Kriminalitätsprävention für Senioren, Callcenterbetrügern, aber auch zu Möglichkeiten des technischen Einbruchschutzes zu Beginn der dunklen Jahreszeit informieren. Zusammen mit Fußstreifen in Innenstädten oder Wohngebieten, die mit Unterstützung der örtlichen Sicherheitswachten durchgeführt wurden, sprachen sie dabei eine große Zahl an Bürgerinnen und Bürgern direkt an und informierten sie. Unter anderem standen in Sonthofen die Themen Callcenterbetrug und Sicherheit beim Fahrradfahren im Vordergrund des Infostandes. Auch das friedliche Miteinander von Fahrradfahrern und Fußgängern wurde dort thematisiert. Das Thema Internet- und Callcenterbetrug stand auch im Zentrum eines Infostandes in Memmingen. Laut Doris Maurer von der Polizei in Memmingen informierten die Beamten die Passenten darüber, welche verschiedenen Maschen es beim Internetbetrug gibt und wie man sich am besten verhält, wenn man einen derartigen Anruf erhält.

Schulwegkontrollen gab es unter anderem in Oberstdorf und Kempten – das Thema Elterntaxis ist in beiden Kommunen ein Problem.  Polizeisprecher Dominic Geissler erklärte zur Schulwegkontrolle in Kempten an der Haubenschlossschule: "Man hat hier bei der Haubenschlossschule und beim Gymnasium extra eine Hol- und Bringzone hinter der Schule geschaffen, wo die Eltern, die ihre Kinder unbedingt mit dem Auto zur Schule bringen müssen, rauslassen und wieder abholen können. Das funktioniert noch nicht so ganz, es werden immer wieder Fahrzeuge angehalten." Auch werden an dieser Stelle immer wieder Autofahrer festgestellt, die in die Einbahnstraße in falscher Richtung einfahren.

Besonderes Augenmerk lag beim Sicherheitstag auf der Darstellung der sehr guten Zusammenarbeit mit den benachbarten Polizeipräsidien Ravensburg und Ulm. So führten Beamte beider Bundesländer nahe Lindau mit Unterstützungskräften des Zolls eine gemeinsame Kontrollstelle durch, in Neu-Ulm und Ulm gingen sie gemeinsam auf Fußstreifengang. Diese länderübergreifenden Aktionen stellten Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner und Polizeivizepräsident Dr. Dominikus Stadler jeweils gemeinsam mit Polizeipräsident Uwe Stürmer (PP Ravensburg) und Polizeivizepräsident Josef Veser (PP Ulm) der Öffentlichkeit vor.

Hier zeigte sich die enge länderübergreifende Zusammenarbeit der Polizei ebenso gut, wie sich, ebenfalls in Lindau, die gute grenzübergreifende Polizeiarbeit bei einer gemeinsamen Aktion der Wasserschutzpolizei mit den österreichischen Wasserschutzpolizisten auf dem Bodensee zeigte. Wie Klaus Achtelstetter von der Wasserschutzpolizei Lindau erklärt, gibt es auf dem Bodensee keine wirklichen Grenzen, sondern Vollzugsbereiche. "Wir arbeiten dort eng mit Baden-Württemberg, aber auch den österreichischen und den schweizer Kollegen zusammen!"

Am Kreisel in Immenstadt-Stein führte die Polizeiinspektion Immenstadt eine Fahndungskontrolle durch. Neben der üblichen Verkehrskontrolle – ist das Fahrzeug verkehrssicher? Ist der Fahrer fahrtauglich? und anderen Punkten geht es bei Fahndungskontrollen zudem um die Überprüfung von Fahrzeugen hinsichtlich illegaler Grenzübertritte, Menschenhandels, Drogenfahrten und auch Einbrüche. Vor allem in Grenznähe oder auf überörtlichen Straßen werden diese gezielten Kontrollen durchgeführt. Warum die Immenstädter Polizei gerade an dieser Stelle kontrollierte, erklärt der stellvertretende Dienststellenleiter Uwe Maier: "Das ist die Abfahrt von der B19 und der einzige Zufahrtsweg. Uns geht es nicht nur um die Strafverfolgung oder darum, Autofahrer zu kontrollieren. Wir kontrollieren hier auf dem Radweg auch die Radfahrer, weil durch die Sperrung des Illerradweges ein hohes Fahrradfahreraufkommen ist. Wir kontrollieren die Fahrräder auf ihre Verkehrssicherheit und fragen die Fahrradfahrer bei Bedarf, warum sie keinen Helm tragen." Auch auf der A7 im Präsidiumsbereich und bei Memmingen führte die Polizei an diesem Tag gezielt Fahndungskontrollen durch.

Auch die Polizei Marktoberdorf beteiligte sich am länderübergreifenden Sicherheitstag. Neben dem verstärkten Streifeneinsatz der Sicherheitswacht im Stadtgebiet Marktoberdorf wurden von der Polizei über den gesamten Tag verteilt an mehreren Stellen Verkehrskontrollen durchgeführt. Insgesamt wurden dabei 132 Personen und Fahrzeuge kontrolliert. Bei insgesamt sechs Autofahrern wurden Alkoholtests veranlasst, die jedoch alle ein negatives Ergebnis erbrachten. Es mussten somit gegen keinen Fahrer wegen fehlender Fahrtüchtigkeit eingeschritten werden. Drei Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung wurden mit Verwarnungs- bzw. Bußgelder geahndet. Ein Fahrzeugführer hatte falsche Kennzeichen an seinem Fahrzeug angebracht. Ein anderes Fahrzeug war bei der Fahrt bereits abgemeldet, somit liegen Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, das Kraftfahrzeugsteuergesetz und die StVZO vor, weshalb Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet wird. Zwei kontrollierte Autofahrer waren im polizeilichen Fahndungsbestand ausgeschrieben. Ein Gespann bei dem ein Minibagger auf einem Anhänger transportiert wurde, musste aus dem Verkehr gezogen werden, weil der Bagger als Ladung nicht ausreichend gesichert war.

Bei einer Kontrollstelle in der Nähe des Allgäu Airports stellten Beamte der Grenzpolizeigruppe Memmingen und der Grenzpolizeistation Pfronten einen 27-jährigen Autofahrer fest, der sich mit einem gefälschten Führerschein auswies. Bei der Kontrolle des aus Mazedonien stammenden Mannes stellte sich zudem heraus, dass sich dieser bereits zu lange in Deutschland aufgehalten hatte. Außerdem hatte der 27-Jährige mehrere gefälschte Grenzstempel in seinem Pass. Gegen den Mann wurden verschiedene Strafverfahren, u.a. wegen Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und illegalen Aufenthalts, eingeleitet. Nachdem er eine Sicherheitsleistung von knapp 1.000 Euro hinterlegt hatte, wurde er entlassen und dazu aufgefordert, das Bundesgebiet umgehend zu verlassen. Gegen den in Deutschland lebenden Fahrzeughalter wird ebenfalls ermittelt, da ihm mutmaßlich bekannt war, dass der 27-jährige Mazedonier ohne gültige Fahrerlaubnis das Auto bewegte.

Auch eine 48-jährige Deutsche wird sich nun wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten müssen. Die Dame fuhr mit ihrem Pkw in die polizeiliche Kontrollstelle ein und zeigte dort ihre britische Fahrerlaubnis vor, die allerdings keine Gültigkeit mehr in Deutschland hat.

Insgesamt führten die Einsatzkräfte am Aktionstag fast 3.000 Kontrollen durch. Im Rahmen dessen überprüften die Beamten mehr als 1.800 Personen und über 1.500 Fahrzeuge sowie nahezu 1.200 Dokumente überprüft.

Bei diesen Kontrollen stellten sie 13 Personen fest, die im polizeilichen Fahndungsbestand notiert waren. Zwölf Personen konnten ihre Weiterreise antreten, eine wurde wegen eines bestehenden Haftbefehls festgenommen.

Im Rahmen des Sicherheitstages leiteten die Beamtinnen und Beamten 13 Strafverfahren gegen Personen ein, den Großteil davon wegen Verkehrsdelikten. Im Rahmen von Verkehrskontrollen behielten die Beamtinnen und Beamten zudem Sicherheitsleistungen in einer Höhe von mehr als 4.000 Euro ein, weiterhin ahndeten sie rund 150 Verkehrsordnungswidrigkeiten.

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Geschrieben von: Redaktion

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